28.11.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Götz Alsmann
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
TV-Moderator und Jazzer Götz Alsmann wundert sich über die schlechte Qualität der Popmusik. Doch er hat auch eine Erklärung dafür.
«Das sprachliche Niveau in der Musik war noch nie so mies wie derzeit», sagt der Musiker und TV-Moderator Götz Alsmann im Interview mit der Zeitschrift «Galore». «Wer wissen möchte, wie falsch ein Relativsatz sein kann, der muss nur einen modernen Popschlager hören.»
Alsmann, der sich auch als Jazzmusiker einen Namen gemacht hat, findet, dass die lyrische Qualität vieler alter deutscher Schlager und Volkslieder wesentlich höher liege als in der aktuellen Popmusik. Doch spielten die heute kaum mehr eine Rolle. «Für die meisten Deutschen ist ein Volkslied schon sehr weit weg», so Alsmann.
Schuld daran seien übrigens die Deutschen selbst: die Ablehnung der muttersprachlichen Kultur im Westdeutschland der sechziger Jahre, so der Entertainer. «Jüngere Menschen wollen ja immer mit den älteren brechen, aber in Deutschland hat man sich nicht nur politisch orientiert, sondern gleich massenhaft das kulturelle Erbe über Bord geworfen. Das hatte fast den Charakter einer kulturellen Säuberung, und das ist tragisch.» (nz)