24.11.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Die Band Monrose
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Ein «Strahlen», ein «Kribbeln» - Popstar zu sein, fühlt sich für die drei jungen Frauen der Band Monrose gut an. Neben Musik machen wollen sie vor allem eins: versöhnlich sein.
Vor sechs Monaten waren Senna, Bahar und Mandy noch ganz normale junge Frauen. Nach dem gestrigen Finale der fünften «Popstars»-Staffel sollen sie die Nachfolger der Girl-Band No Angels werden. Für Senna, Bahar und Mandy, die nun die Band Monrose bilden, hat einen Tag nach der Entscheidung auf ProSieben der anstrengende Werbemarathon begonnen.
«Der erste Morgen fühlt sich sehr gut an. Ich bin mit einem Strahlen aufgewacht und überglücklich», sagte die 18-jährige Bahar aus Freiburg auf der ersten Pressekonferenz des Trios in Köln. Auch die 26-jährige Senna aus Frankfurt/Main war noch überwältigt: «Ich danke allen Leuten, die meinem Traum Leben eingehaucht haben.» Dieser Traum, Popstar zu werden, hatte sich im Finale der Castingshow auch für die 16-jährige Mandy aus dem südhessischen Bürstadt erfüllt, die das Trio komplettiert. Alle drei hatten sich in den sechs Monaten voller Tanz- und Gesangslektionen gegen mehr als 5000 Konkurrentinnen durchgesetzt.
Sucht man nach einer Gemeinsamkeit der drei jungen Frauen, so verbindet sie neben dem Wunsch, erfolgreich Musik zu machen, der Multi-Kulti-Charakter. Mandys Vorfahren stammen aus Italien, Bahars aus der Türkei und Sennas aus dem arabischen Raum. «Araber und Türken können sich - wie man sieht - auch mit Christen gut verstehen. Das ist ein schönes Gefühl», sagte Bahar. «Wenn wir das schaffen, dann kann das auch die Welt schaffen», sagte Senna.
Keine Lust auf VerstellungMit Senna ist auch eine gläubige Muslimin Mitglied der Band. «Entweder hasst man mich oder man liebt mich. Ich werde mich nicht verbiegen lassen», sagte Senna. Sie sei eine Frau, «an der sich die Meinungen spalten», meinte auch Jury-Mitglied und Produzent Dieter Falk.
Für ihre drei ausgeschiedenen Mitstreiterinnen Ari, Kati und Romina hatten die drei nur lobende Worte übrig. «In unseren Augen sind sie keine Verliererinnen, sondern Siegerinnen. Wir haben so viel zusammen durchgemacht», sagten sie. «Wir haben uns vor dem Finale gegenseitig Mut gemacht, obwohl wir alle den ganzen Tag geweint haben», beschrieb Mandy die Stunden vor dem Finale.
«Ich bin nicht traurig»Die Kölnerin Romina hatte als letzte Kandidatin den Einzug in die Mädchenband verpasst. «Ganz ehrlich, ich bin nicht traurig, nicht in der Band zu sein», sagte sie gefasst nach der Live-Sendung. «Ich bin dankbar für die Zeit, die ich hier erleben durfte.» Neben Musik-Produzent Dieter Falk saßen auch Sängerin Nina Hagen und Tanztrainer Detlef D! Soost mit in der Jury. Sie bestimmten zwei der Sängerinnen, als dritte setzte sich Mandy in der Telefon-Abstimmung der Zuschauer durch.
Für die junge Band stehen nun zahlreiche Auftritte und PR-Termine in ganz Deutschland auf dem Programm. Das Trio hat sich bereits das Musikvideo zur ersten gemeinsamen Single «Shame» angesehen. «Ich habe Gänsehaut wie noch nie in meinem Leben», sagte Bahar. Ihr erstes Album wird am 8. Dezember erscheinen. «Das Album gefällt uns super, weil wir alle auf der R&B- und Soul-Schiene fahren», sagte Mandy. (nz)