netzeitung.deMaffay schmiedet «Allianz für Kinder»

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Maffay mit einigen der beteiligten Künstler (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Maffay mit einigen der beteiligten Künstler
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Sänger Peter Maffay startet sein ehrgeizigstes Projekt. Zum Wohle von Kindern in aller Welt hat er eine CD mit 14 Künstlern aus 13 Ländern aufgenommen.

Musikalisch hat Peter Maffay viel erreicht. Mit seinem neuen Projekt will der 57-Jährige nun aber mehr als nur die Charts erobern. Auf der CD «Begegnungen - Eine Allianz für Kinder» kämpft er gemeinsam mit 14 Künstlern aus 13 Ländern für «das schwächste Glied in der Gesellschaft».

«Kinder brauchen ein Lobby - und zwar weltweit», so Maffay, der schon 1998 ein Album unter dem Titel «Begegnungen» herausgebracht hat. «Damals wollte ich gemeinsam mit sehr unterschiedlichen Künstlern zeigen, dass Andersartigkeit komplementär ist und nicht ausgrenzend. Es war ein Statement gegen Rassismus.» Doch die Welt habe sich seit damals alles andere als verbessert, sagte der Sänger der Nachrichtenagentur dpa im Interview.
Merkel mit an Bord
«Das Auseinanderdriften der Kulturen setzt sich fort, das Verständnis füreinander bleibt aus, stattdessen wächst die Angst.» Aus der Sorge um die Zukunft sei die Idee zu der «Allianz für Kinder» gewachsen.

Ein Jahr lang bereiste er mit einem Kamerateam Länder auf vier Kontinenten und besichtigte Wohltätigkeitsinitiativen - etwa die Tschernobyl-Initiative «Kinder des Frühlings» von Sängerin Ruslana, die Hilfe für Aids-kranke Kinder in Südafrika, ein Waisenhaus in Peru und eine Schule im US-Staat South Dakota, in der der Nachwuchs des Lakota-Volkes in seiner vom Aussterben bedrohten Sprache unterrichtet werden soll. Maffays ernüchterndes Fazit: «Egal wo, die Kinder haben es immer am schwersten.» Auch deshalb hat er sich mit dem Kinderhilfswerk World Vision zusammengetan. Schirmherrin der «Allianz für Kinder» ist Bundeskanzlerin Angela Merkel. Von einem «wegweisenden Signal» spricht Maffay. Auch sonst hat er etliche prominente Unterstützer überzeugt.

Für jedes Land gibt es eine Dreieckskonstellation aus Projekt, Künstler und Paten. Für die Ukraine etwa gewann er Präsident Viktor Juschtschenko, für Israel Vizeministerpräsident Shimon Peres und für Südafrika Erzbischof Desmond Tutu. ««Bedingung» an die Künstler war, dass sie bereits in einem Projekt engagiert sind», erläutert Maffay. CD, DVD und ein Buch stellen dann die einzelnen Initiativen vor.(nz)