netzeitung.deBlondie zicken auf «Hall of Fame»-Bühne

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"Blondie" bei der Ehrung - zumindest der Teil, der mitspielen durfte. (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe "Blondie" bei der Ehrung - zumindest der Teil, der mitspielen durfte.
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Mitglieder von Blondie haben bei ihrer Aufnahme in die «Hall of Fame» keinen Zweifel an ihrer offenen Feindschaft gelassen. Unter anderem ging es darum, wer auf die Bühne darf.

Von einem Eklat ist die jüngste Aufnahme von Bands in die «Hall of Fame» überschattet worden. Zerstrittene Mitglieder von Blondie lieferten sich einen verbalen Schlagabtausch auf offener Bühne – weil die eine die andere Fraktion nicht mitspielen lassen wollte.

Zu der Ehrung im Ballsaal des New Yorker Waldorf-Astoria-Hotels war die komplette Gründungsbesetzung der Band auf die Bühne gebeten worden. Das Problem: Blondie sind seit einiger Zeit wieder vereinigt – allerdings ohne die ehemaligen Bandmitglieder Frank Infante, Nigel Harrison und Gary Valentine.

«Debbie, dürfen wir?», fragte Infante in Richtung von Frontfrau Debbie Harry, als die «neuen» Blondie beginnen wollten, einige ihrer alten Hits live zu spielen. «Kannst Du nicht sehen, dass meine Band schon hier oben ist?», lautete die kühle Antwort der Sängerin, die sich schon in ihrer Dankesrede alle Mühe gegeben hatte, die ehemaligen Mitstreiter zu ignorieren.

Ehrung für «Black Sabbath»
Die hatten schon vor der Show versucht, ihre Beteiligung an dem Auftritt gerichtlich zu erzwingen – Infante rief noch etwas Unverständliches ins Mikrophon, dann verließen die drei Unterlegenen die Bühne.

Für das erste Aufsehen hatten schon vor der Show die Sex Pistols gesorgt, als sie ihr Erscheinen ablehnten und den Ort der Verleihung dabei mit «Urin in Wein» in Verbindung brachten. Jann Wenner, Gründer des Magazins «Rolling Stone», das die Auszeichnungen vergibt, bot der Punkband darauf an, sich die Trophäen stattdessen in der Rock Hall in Cleveland abzuholen: «Wenn sie sie in Stücke schlagen wollen, können sie das auch tun.»

Dagegen verlief der Auftritt von Ozzy Osbourne, der gemeinsam mit seiner Ex-Band Black Sabbath geehrt wurde, frei von Komplikationen. Ebenfalls in die «Hall of Fame» aufgenommen wurden Lynyrd Skynyrd, Miles Davis und Trompeten-Kollege Herb Alpert, der gemeinsam mit Jerry Moss dafür geehrt wurden, dass beide gemeinsam die Plattenfirma A&M Records gegründet hatten. (nz)