26.02.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Nevio Passaro bei «Superstars» abgewählt
Für Nevio Passaro, Favorit und Wortführer der «Superstars», ist das RTL-Wettsingen zu Ende. Dieter Bohlens markige Sprüche kamen beim Publikum auch nicht gut an.
Die «Superstars»-Show am Samstag war ein Vorsingen der verbliebenen Favoriten. Vanessa Jean Dedmon, Mike Leon Grosch, Tobias Regner und Nevio Passaro kämpften darum, eine Runde weiterzukommen - diesmal war es der Halbitaliener Passaro, der überraschend von den Zuschauern abgewählt wurde.
Dabei hatte der Abend für Passaro erfolgreich begonnen. Das Motto der Show war «Soul» - und mit den Songs «I Believe I Can Fly» (R. Kelly) und «Ain't No Sunshine» (Bill Withers) begeisterte er sowohl das Publikum als auch die Jury. «Das war ein Doppelschlag», urteilte Juror Heinz Henn.
Passaro war neben seiner Stimme auch immer wieder durch Kritik an der Sendung aufgefallen. Der Halbitaliener vermutete, dass bei der Show einige Kandidaten bevorzugt würden, und auch das junge Paar der Show, Dedmon und Grosch, sah Passaro skeptisch.
«Es geht doch hier nicht darum, wer die beste Liebesbeziehung hat», sagte Passaro in der «Bild» - wohl in der Furcht, dass die Zuschauer am liebsten ein Paar in der letzten Show gegeneinander antreten sehen und ihn deshalb vorzeitig abwählen würden.
Energie falsch aufgeteiltIn einer Show hatte Passaro jedoch selbst geschummelt: Da er sich den Text seines Songs «Every Breath You Take» nicht hatte merken können, hatte er ihn sich passagenweise auf die Innenflächen seiner Hände geschrieben. Genützt hatte es jedoch nichts: Der Schweiß hatte die Schrift verwischt.
Doch auch Juror Dieter Bohlen nutzte in seiner Kritik an Groschs Songs dessen frische Beziehung aus: «Ich hoffe, dass Du nicht all Deine Kraft in Vanessa reinsteckst», stänkerte Bohlen. Das Publikum goutierte das allerdings nicht und pfiff Bohlen aus.
Milch und Honig im GehörgangAuch Regners Beitrag in der jüngsten Show wurde kritisiert. Bohlen machte nach der Präsentation von Bill Withers Song «Lovely Day» eine Anspielung auf den Sieger der ersten «Superstars»-Staffel, den Schmuse-Sänger Alexander: «Ich habe ein bisschen Angst. Du bist hier als Rocker gestartet, jetzt bist Du auf dem Weg, ein Alexander zu werden», sagte Bohlen zu Regner.
Doch Bohlen sparte auch nicht mit Lob: «Das war für meine Gehörgänge Milch und Honig zusammen», sagte er über Dedmons Präsentation von Oleta Adams «Get Here».
Der ausgeschiedene Passaro verließ die Sendung diesmal ohne markige Sprüche: «Den anderen drei wünsche ich viel Glück. Sie haben es verdient», sagte er zum Schluss. (nz)