Degussa gibt sich neue Struktur
Die Pläne sollen dem Bericht zufolge bereits in der Aufsichtsratssitzung am 13. Dezember beraten und beschlossen werden. Derzeit verfügt Degussa über einen vierköpfigen Vorstand, unter dem sich fünf Bereichsvorstände befinden. Darunter werden 20 so genannte Business Units geführt. Nach den Plänen der Beraterfirma solle die Ebene der Bereichsvorstände abgeschafft werden, berichtet die Zeitung.
Im kommenden Jahr will sich der Energiekonzern Eon von seiner 43-prozentigen Beteiligung an Degussa trennen. Eon ist vertraglich verpflichtet, die Aktien der RAG als Hauptaktionärin anzubieten. Nach früheren Angaben sei die ehemalige Ruhrkohle AG daran interessiert, das komplette Paket zu übernehmen, berichtet die «SZ». Die Erlöse aus dem Verkauf der Degussa-Aktien will Eon als Sonderausschüttung an seine Anteilseigner weitergeben.
Schon länger werde bei Degussa geplant, Firmenteile zu verkaufen, die wenig Wachstumspotenzial haben. So sollen Teile der NCN-Chemie, die Chemikalien für Feuerwerkskörper herstellt, ausgelagert und möglicherweise verkauft werden. Betroffen wären davon rund 2000 Arbeitsplätze. Bereits abgeschlossen sind die Verkäufe des Nahrungsmittelzusatzgeschäfts und der Metallurgiesparte. Auch die Wasserchemie soll bis Jahresende veräußert werden. (nz)

