02.12.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Party im Goya
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Party im Club der Aktionäre: In Berlin hat das Goya eröffnet. Wer Aktien besitzt, kommt immer rein und kann ein gepflegtes Ambiente genießen.
Rund 1500 Premierengäste haben am Donnerstagabend die Eröffnung des ersten aktienfinanzierten Clubs am Nollendorfplatz in Berlin gefeiert. Die Party soll drei Tage lang dauern. Bis zu 3960 Euro wurden mitunter für ein Aktienpaket bezahlt - die Käufer haben dafür freien Eintritt auf Lebenszeit. Auch je zwei Begleiter stehen künftig mit auf der Gästeliste.
Insgesamt gibt es bisher rund 2500 Aktionäre. Auch Prominente sind mit dabei, unter anderem der Maler Markus Lüpertz und die Schauspieler Rolf Zacher, Muriel Bauermeister und Thomas Kretschmann. Letztlich hätten sich aber Menschen aus sehr verschiedenen Berufs- und Gehaltsgruppen an dem Goya-Projekt beteiligt, so die Organisatoren. An der Börse ist das Wertpapier nicht notiert.
Für Nicht-Aktionäre kostet der Eintritt in den vom Architekten Hans Kollhoff gestalteten Club hinter der Jugendstil-Fassade zehn Euro. In schlichtem Schwarz-weiß gehalten, mit 13 Kronleuchtern in denen echte Kerzen brennen, ist das Goya Club, Restaurant und Tanzlokal zugleich. Zum Tanzen werden die Tische beiseite geräumt, dann sollen DJs aus aller Welt auflegen. «Zu alt für Techno, zu jung für Tanztee», charakterisierte Initiator Peter Glückstein seine künftigen Gäste in einem Interview. Und diese können auf auf drei offenen Etagen feiern.
«Berlin geht wieder aus» so das Motto des Clubs. Partys finden donnerstags, freitags und samstags statt. An den übrigen vier Abenden kann das Haus gemietet werden. Besonders für Veranstaltungen während der Fußball-WM gebe es viele Interessenten, sagen die Macher.
Vorgänger des Clubs war das legendäre Metropol. Die zwölf Säulen um die Tanzfläche gab es früher nicht, als hier Stars wie David Bowie verkehrten. Doch ist der Bau noch älter: Bereits in den zwanziger Jahren wurden hier Theater- und Operettenaufführungen geboten. (nz)