netzeitung.de«Madonna ist ein Transvestit»

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Mann oder Frau? Madonna in Lissabon (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Mann oder Frau? Madonna in Lissabon
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Sacha Baron Cohen war neben Coldplay und den Gorillaz der Star der MTV Europe Music Awards. Besonders im Visier: der gehypte Auftritt von Madonna. Und Robbie Williams musste einsehen, dass er doch nicht Elvis ist.

Mit einem stark an die Glanzzeiten von Abba erinnernden Auftritt eröffnete Madonna am Donnerstagabend in Lissabon die Verleihung der MTV Europe Music Awards (kurz: EMA). Dafür musste die US-Sängerin derbe Scherze des Moderators über sich ergehen lassen.
Blunt nur per Video-Dank
Der britische Komiker Sacha Baron Cohen alias «Borat» bezeichnete die 47-Jährige als «Transvestiten», schien die meisten der Nominierten gar nicht zu kennen, und unterbrach sogar den Live-Auftritt der Foo Fighters.

Die 10.000 Zuschauern im Pavilhão Atlântico jedoch fühlten sich von Ali G. - so der Name eines seiner vielen Alter Egos - bestens unterhalten. Bei den Preisen gab es vergleichsweise wenige Überraschungen. Zwei Trophäen gingen an die US-Punkrocker von Green Day, als beste Rockband und für das beste Album. Beste Gruppe wurden die Gorillaz, beste Popband die Black Eyed Peas. Bester Newcomer wurde erwartungsgemäß James Blunt, der sich nur per Videobotschaft bedankte.

Robbie doch nicht Elvis
Für einigen Aufruhr in den ersten Reihen der - wegen der vielen Umbauten speziell gecasteten - Zuschauer sorgte Popstar Robbie Williams. Seine von britischen Boulevardblättern angekündigter Auftritt als Elvis blieb den Zuschauern aber erspart. Stattdessen erschien Williams ganz in Schwarz und widmete den Song «Tripping» seiner Mutter. Dass der Preis als Bester männlicher Performer verdient war, bewies er mit einem Bad in Menge. Überreicht wurde ihm die Auszeichnung vom russischen Mädchenduo Tatu.

Bester HipHop-Act wurde Snoop Dogg, im Bereich R&B gewann Alicia Keys, in der Kategorie Best Alternative die US-Band System Of A Down. Einen Spezial-Preis gab es für «Live Aid»- und «Live 8»-Initiator Sir Bob Geldof. Bester Song ging an Coldplay für «Speed Of Sound». Beste Künstlerin wurde Shakira, in der Kategorie Bester Videoclip konnte sich «Believe» von den Chemical Brothers durchsetzen. Den Preis als beste deutsche Gruppe bekamen Rammstein, die ohne Sänger Till Lindemann angereist waren und nicht live auftraten. (nz)

Die Gewinner
Best Male (bester Interpret): Robbie Williams

Best Female (beste Interpretin): Shakira

Best Group (beste Gruppe): Gorillaz

Best Pop (bester Pop-Künstler): The Black Eyed Peas

Best Rock (bester Rock-Künster): Green Day

Best HipHop (bester HipHop-Künstler): Snoop Dogg

Best Alternative: System Of A Down

Best R&B (bester Rhythm&Blues-Künstler): Alicia Keys

Best New Act (bester Newcomer): James Blunt

Best Album (bestes Album): Green Day «American Idiot»

Best Song (bestes Lied): Coldplay «Speed Of Sound»

Best Video (bester Videoclip): The Chemical Brothers «Believe»

Best German Act (beste deutsche Gruppe): Rammstein

Free Your Mind Award: Sir Bob Geldof