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Raus aus der Krise: «Super Extra Gravity»

18. Okt 2005 07:47
The Cardigans
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Nach längerer Flaute wollen die Cardigans zurück in die Charts. Dabei helfen soll ein neuer Look, ein neues Album und der Produzent von Franz Ferdinand.

Ihr letztes Album blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Mit «Super extra Gravity» haben die Cardigans aus Schweden nun den künstlerischen Neuanfang versucht. Härter und dunkler ist ihr neuer Sound, allein die zarte Stimme von Sängerin Nina Persson erinnert an die alte Leichtigkeit.

Dass ihnen ihr großer Hit «Lovefool» ( der es auch in den Soundtrack des Filmhits «Romeo + Julia» schaffte) einst so im Wege stehen würde, haben die fünf Musiker aus der schwedischen Stadt Jönköping wohl nicht vermutet. Doch spätestens seit diesem Song klebte das Etikett Easy Listening an der Band. Persson sagte nicht umsonst, «Lovefool» könne sie von all ihren Liedern am wenigsten leiden.

«Lovefool», nein danke

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Schon mit ihrem nächsten Album «Gran Turismo» versuchten die Schweden, einen raueren Sound durchzusetzen. Die Platte verkaufte sich genauso wie das Vorgänger- Album mehr als 2,5 Millionen Mal. Die sich dann anschließende, gut vierjährige Pause, in der die Bandmitglieder an eigenen Projekten arbeiteten, führte die Gruppe offenbar nahe an ihr Verfallsdatum geführt. «Long Gone Before Daylight», ihr Album aus dem Jahre 2003, floppte - und das trotz viel Kritikerlob.

Das neue, nun vorliegende Werk hat die Band jedoch erneut hoch motiviert und in nur 24 Studio-Tagen eingespielt. Als Produzenten holten sie sich Tore Johansson, einen alten Bekannten, der inzwischen den Erstling von Franz Ferdinand zum Hit gemacht hat. Heraus kam ein kräftiger Sound mit wie immer griffigen Melodien. «Wir wollten ein Album machen, dass gleichzeitig seltsam und gut ist», sagt Nina Persson - derzeit erneut dunkelhaarig - die die meisten Texte zusammen mit ihrem Ehemann, dem Filmkomponisten Nathan Larson, schrieb.

Bei der ersten Single ist es unter anderem der lange Songtitel: «I Need Some Fine Wine And You, You Need To Be Nicer» (Ich brauche etwas guten Wein und Du, Du solltest netter sein). Ungewöhnlich ist auch die CD selbst: Die bespielte Seite ist vinyl-artig schwarz, was einen schönen Kontrast zur schneeweißen Label-Oberfläche ergibt. (nz)

 
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