05.10.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Moderatorin Gülcan Karahanci und der Moderator, Produzent und sein eigener Stargast Stefan Raab
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Am Donnerstag wird der Musikpreis «Comet 2005» verliehen, diesmal nur an deutsche Stars. Ein Gewinner steht schon fest: Stefan Raab hält die Fäden fest in der Hand.
Mit neuem Konzept geht der Musikpreis Comet am Donnerstag in seine diesjährige Auflage. Zum ersten Mal wird der Preis in elf Kategorien ausschließlich an deutsche Künstler vergeben und zum ersten Mal hat es die Verleihung als Live-Übertragung aus der Arena Oberhausen ins Abendprogramm von ProSieben geschafft.
Wohl nicht zuletzt deshalb findet sich außer den nominierten Musikern noch eine Menge weiterer Prominenz im Programm der Show. Übergeben werden die Auszeichnungen von der Elite der deutschen Comedy-Szene unter anderem Götz Alsmann, Oliver Pocher und Ingo Appelt werden als Preis-Paten auf die Bühne treten. Und noch jemand ist da: Stefan Raab moderiert den Event was eigentlich kein Wunder ist, denn als Produktionsfirma tritt Raab TV auf, an der der Entertainer die Hälfte der Anteile hält.
Unter anderem Fettes Brot, Tokio Hotel, Nena, Wir sind Helden, Gentleman, US5, Sarah Connor, Sido und die Toten Hosen befinden sich unter den Nominierten. «Beim ,Comet 2005 sind in diesem Jahr hochkarätige Bands dabei, die nicht nur mit Schund erfolgreich geworden sind», meint Raab dazu und begründet den Wechsel zum rein deutschen Preis mit: «Es ging mir auf die Nerven, dass bei den Verleihungen immer diese amerikanischen imperialistischen Künstler rumsitzen.»
Das Publikum entscheidetWas die vielen Neuerungen angeht, so verrät das Multitalent: «Ich finde es gut, wenn Shows schnell vorbei sind. Und deswegen setze ich das Finale diesmal an den Anfang.» Schon ernster dürfte die Ankündigung gemeint sein, dass auch Raab selbst vorhat, das Preisverleihungs-Auditorium mit zwei bis drei musikalischen Darbietungen zu beglücken. Den Cometen hat das Multitalent sowieso schon im Schrank stehen im letzten Jahr war er noch selbst unter den Gewinnern, mit «Space Taxi» aus dem Soundtrack des Films «Traumschiff Surprise».
Gewählt worden sind die Nominierten in diesem Jahr übrigens erstmals vom Publikum selbst via Internet. Während der Sendung selbst darf das Publikum noch per Telefon unter den Gewinnern den Empfänger des Super-Cometen wählen. Aber einer steht als Gewinner der Veranstaltung bereits jetzt fest: Stefan Raab, der in der deutschen Musikbranche langsam überall gleichzeitig zu sein scheint.
Und irgendwie ist es auch nur halb ein Scherz, wenn Raab seine Motivation für die Moderation des Events erklärt: «Einmal mit dem Besten, was Deutschland musikalisch zu bieten hat, auf der Bühne zu stehen... Das wollte ich den Preisträgern nicht vorenthalten.» (nz)