07.09.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Antony and the Johnsons
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
In London wurde der britische Mercury-Musikpreis vergeben. Gewonnen hat ein absoluter Außenseiter aus New York.
Weder Coldplay, noch M.I.A. noch die favorisierten Kaiser Chiefs haben in diesem Jahr den britischen Musikpreis Mercury gewonnen. Stattdessen wurde die Kunst der ungewöhnlichen Band Antony and the Johnsons geehrt. Die Musiker schlugen mit ihrem Album «I Am A Bird Now» alle vorher gehandelten Favoriten aus dem Rennen.
Völlig überrascht von der Vergabe der Trophäe war auch der Bandsänger Antony Hegarty. Hegarty tritt meist stark geschminkt auf, seine Musik ist als opernhaft zu beschreiben. Er sagte in seiner Dankesrede: «Ich glaube, hier wurde ein Fehler gemacht». Die umgerechnet knapp 30.000 Euro Preisgeld werden alljährlich für das beste Album einer britischen oder irischen Band vergeben. Hegarty stammt aus Chichester in West Sussex, lebt jedoch in New York.
Der Mercury Preis wird von Vertretern der Musikindustrie, Journalisten und Künstlern vergeben. Bewertet werden eher Originalität und Kreativität als kommerzieller Erfolg. Zu den bisherigen Gewinnern gehören Dizzee Rascal, Primal Scream, PJ Harvey und Franz Ferdinand.
In diesem Jahr waren nominiert:
Antony and the Johnsons - I Am A Bird Now
Bloc Party - Silent Alarm
Coldplay - X&Y
The Go! Team - Thunder, Lightning, Strike
Hard-Fi - Stars of CCTV
Kaiser Chiefs - Employment
KT Tunstall - Eye to the Telescope
The Magic Numbers - The Magic Numbers
Maximo Park - A Certain Trigger
M.I.A. - Arular
Polar Bear - Held on the Tips of Fingers
Seth Lakeman - Kitty Jay (nz)