29.08.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Gewinner des Abends: Green Day
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Trotz Hurrikans und Schießerei wurden am Sonntagabend in Miami die MTV Video Music Awards gefeiert. Und Punk ist übrigens doch nicht tot.
Die Gewinner der MTV Video Music Awards 2005 sind eindeutig die Musiker der kalifornischen Punkrock-Band Green Day. Sieben Mal wurden die Grammy-Gewinner ausgezeichnet: Ihr Video «Boulevard of Broken Dreams» wurde Video des Jahres, gewann in der Kategorie bestes Rock- und bestes Gruppen-Video, erhielt den Publikumspreis sowie weitere drei Trophäen für Regie, Bearbeitung und künstlerische Gestaltung.
Allerdings war der Weg zu der in diesem Jahr erneut in Miami im US-Bundessstaat Florida begangenen Zeremonie des Showbusiness ein beschwerlicher. Zuerst mussten wegen des Hurrikans Katrina, der über die Stadt hinwegzog, alle Freiluft-Partys abgesagt werden, und die Organisatoren fürchteten zeitweise sogar um die Veranstaltung selbst. Als der Sturm dann vorbei war, wurde auf einer Party auch noch Death-Row-Records-Chef Suge Knight angeschossen. Doch sei der Rapper nicht lebensgefährlich verletzt, gaben dessen Anwälte bekannt.
Also wurde weiter gefeiert: Neben Green Day freuten sich auch die Rockband The Killers, Rapper Kanye West sowie die Sängerinnen Gwen Stefani und Kelly Clarkson über silberne Trophäen.
West gewann für «Jesus Walk» den «Moon Man» - einen silbernen Astronauten auf einem Sockel - in der Kategorie bestes Video eines männlichen Künstlers. Clarkson behauptete sich gegenüber Mariah Carey, Shakira und Gwen Stefani bei den Frauen. Die Sängerin, deren Karriere als Publikumsliebling in der Castingshow «American Idol» begann, wurde außerdem mit dem Preis für das beste Pop-Video ausgezeichnet. Stefanis «What Are You Waiting For?» gewann in der Kategorie Künstlerische Gestaltung.
Destiny's Child hatte keine ChanceDie mehrfache Grammy-Preisträgerin Alicia Keys überzeugte mit «Karma» in der Kategorie R&B-Video. Missy Elliott und Ciara & Fat Man Scoop gewannen mit «Lose Control» sowohl den Preis für das beste HipHop- als auch für das beste Dance-Video. Weder Destiny's Child noch Jennifer Lopez oder Shakira hatten eine Chance.
Die «erste virtuelle Band» Gorillaz wurde in der Kategorie «Breakthrough Video» ausgezeichnet. «Feel Good Inc.» vom Album «Demon Days» stach unter anderem Eminem aus, der bei den 22. MTV Video Music Awards in keiner Kategorie bedacht wurde. Auch Jay-Z und die sonst so preisverwöhnten Rapper von Outkast gingen leer aus.
Zeremonienmeister Diddy - vormals Puff Daddy und P. Diddy und im wahren Leben Sean Combs - führte unter dem Motto «Alles ist möglich» durch den effektgespickten Abend. (nz)