netzeitung.deMick Jagger knickt ein

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Mick Jagger (re.) neben Keith Richards (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Mick Jagger (re.) neben Keith Richards
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Nach dem Aufruhr um ein Bush-kritisches Stück auf dem neuen Album der Rolling Stones hat Frontmann Mick Jagger eingelenkt.

Man könnte sich vorstellen, dass der junge Jagger den alten Jagger im Augenblick nicht so toll fände. Denn der junge Jagger wäre nach einer Äußerung, die für Aufregung sorgt, sicherlich nicht zurückgerudert.

Am 6. September soll das neue Album der Rolling Stones, «A Bigger Bang» auf den Markt kommen, mit großem Tamtam wurde auch schon die nächste Tour der Rockveteranen angekündigt, die im August in den USA starten soll. Zu der dazugehörigen PR-Kampagne gehört unter anderem, darauf hinzuweisen, dass es auch einen Bush-kritischen Song gebe: «Sweet Neo Con».

«Du nennst Dich einen Christen, für mich bist Du ein Heuchler», singt Mick Jagger (frei übersetzt) da unter anderem. «Du nennst Dich einen Patrioten, doch ich denke Du bist ein Scheißkerl.» Und das sorgt in den USA für Aufregung. Angeblich stehe sogar schon ein Werbevertrag mit dem US-Football-Verband (NFL) auf der Kippe.

Der Song sei halt «direkt», hatte Jagger jüngst noch dem Magazin «Newsweek» gesagt. Ihm mache das nichts aus. Das hört sich nun ganz anders an: In der US-TV-Show «Extra» gab sich Jagger am Mittwoch eher versöhnlich: Der Song sei nicht auf eine bestimmte Person zugeschnitten, sagte er. «Er richtet sich nicht persönlich gegen Präsident Bush». Das Stück sei sicherlich sehr kritisch gegenüber bestimmten Vorgehensweisen der Regierung, «aber hey, viele Leute sind kritisch».

Ob das den Werbevertrag rettet, bleibt abzuwarten. (nz)