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Bertelsmann will Drogen und Sex nicht dulden

02. Aug 2005 11:37
Ab sofort mit Sperrstunde: Bertelsmann- Repräsentanz Unter den Linden 1
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Bei einer Party in der Berliner Bertelsmann- Repräsentanz sollen Kokain und Marihuana im Spiel gewesen sein. «Wir werden von unserem Hausrecht stärker Gebrauch machen», sagte ein Konzern-Sprecher der Netzeitung.

Nach Medienberichten über Sex- und Drogen-Exzesse bei einer Party in der Bertelsmann- Hauptstadtrepräsentanz hat das Unternehmen reagiert: «Es wurden Maßnahmen getroffen, die sicherstellen, dass es zu Ereignissen, wie sie beschrieben wurden, in der Zukunft sicher nicht kommen kann», heißt es in einem Statement der Unternehmensführung.

Mehr in der Netzeitung:
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  • 2Raumwohnung: «Sex ist Kommunikation» 23. Aug 2004 07:41, ergänzt 09:37
  • Der «Spiegel» hatte Auszüge aus einem Schadensprotokoll veröffentlicht, das nach der Verleihung zweier Goldener Schallplatten an das Pop-Duo «2raumwohnung» entstanden war: Bei der Feier sei «schon am frühen Abend Marihuana konsumiert» worden, hieß es da, «Überreste von Kokain» seien auf den Toiletten gefunden worden, in einem Konferenzraum sei es offensichtlich zu sexuellen Handlungen gekommen. Hostessen sei von Gästen «Speed», also Amphetamin, angeboten worden - sogar von Urinflecken an Wänden und Tresen war in dem Protokoll die Rede.

    Dazu, wie stichhaltig die Vorwürfe sind, will man sich bei Bertelsmann noch nicht äußern: «Wir klären gerade, was genau passiert ist», sagte Unternehmens-Sprecher Oliver Fahlbusch der Netzeitung. «Was man sagen kann, ist, dass die Feier wohl über ihr Ziel hinausgeschossen ist.»

    Sperrstunde für die Hauptstadt-Repräsentanz

    Rund 500 Gäste waren bei der Party in dem Gebäude Unter den Linden 1 anwesend, die sich bis in die frühen Morgenstunden hinzog. Für die Veranstaltung hatte der Konzern das Gebäude seiner Tochter Sony-BMG zur Verfügung gestellt. Ein Bertelsmann-Verantwortlicher für das Haus musste nach bisheriger Handhabung daher nicht vor Ort sein – lediglich eine Rufbereitschaft per Handy habe es gegeben, so Fahlbusch.

    Das dies nun geändert wurde, gehört genauso zu den veranlassten Maßnahmen wie das Anbringen von zusätzlichen Schlössern, so dass für Veranstaltungen nicht genutzte Räume auch nicht mehr betreten werden können.

    «Von unserem Hausrecht Gebrauch machen»

    «Wir werden von unserem Hausrecht stärker Gebrauch machen», umschreibt Fahlbusch weitere Änderungen, «die Nutzung der Dachterrasse unterliegt stärkeren Restriktionen», heißt es in der Bertelsmann-Mitteilung. Auch die Einladungspraxis für solche Events will man einer schärferen Kontrolle unterwerfen, Open-End-Veranstaltungen soll es nicht mehr geben.

    Von wem der Schadensbericht eigentlich stammt, ist ebenfalls nicht bekannt. Die «Welt» spekuliert, es könne sich um einen Mitarbeiter der beauftragten Catering-Firma handeln. Und für was man sich bei Bertelsmann mit Sicherheit auch brennend interessiert: Wer war eigentlich so freundlich, das interne Schadensprotokoll dem «Spiegel» zur Verfügung zu stellen? (nz)


     
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