netzeitung.deFinalplätze für Song Contest vergeben

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Die israelische Sängerin Shiri Maymon (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Die israelische Sängerin Shiri Maymon
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Teilnehmer am diesjährigen Eurovision Song Contests stehen fest. Manche Gruppen beeindruckten mit ungewöhnlichen Präsentationen.

Die 24 Teilnehmer für den Eurovision Song Contest am Samstagabend stehen fest: Am Donnerstagabend sind im Semifinale die letzten zehn Tickets für das Finale in Kiew vergeben worden. Ginge es nach dem Jubel des Publikums im Halbfinale, zählt die norwegische Glamrock-Nummer «Wig Wam» mit «In My Dreams» zu einem der großen Favoriten für die Endrunde.

Punkte für schnellen Ethno-Rock
Auch die moldawische Band «Zdob si Zdub» konnte mit ihrem schnellen Ethno-Rock zahlreiche Stimmen für sich gewinnen. Folkloristische Popsongs kamen wie in den Vorjahren bei zahlreichen Fernsehzuschauer gut an, die ihre Stimme per Telefon für die 25 Anwärter abgaben. Das zeigte sich bei dem ungarischen Beitrag der Gruppe NOX, die mit einer Art Riverdance das Publikum überzeugen konnte.

Teppichvorleger um die Hüften gewickelt
Moldawien nimmt am Samstag zum ersten Mal an dem europäischen Gesangsspektakel teil. Ihr Song «Boonika Bate Doba» heißt übersetzt «Großmutter schlägt die Trommel», und in der Tat saß während der Präsentation eine trommelnde Oma im Schaukelstuhl auf der Bühne. Leadsänger Roman Yagupov wickelte sich unterdessen einen Teppichvorleger um die Hüften.

Neben Norwegen, Ungarn und Moldawien konnten sich auch Lettland, Israel, Rumänien, Mazedonien, die Schweiz, Kroatien und Dänemark für die Endrunde qualifizieren. Für Überraschung unter vielen Fans sorgte der verpasste Einzug der Niederlande ins Finale: Viele hatten damit gerechnet, dass die dunkelhäutige Sängerin Glennis Grace mit ihrer Ballade ihr Ticket für den Samstagabend lösen würde.

Enttäuscht reagierten Fans aus Österreich, die auf ihre Band «Global Kryner» gesetzt hatten. Auch die Kandidaten aus Finnland, Weißrussland und Andorra werden am Samstag nicht in Kiew auftreten.

Großleinwände in Kiew
Deutschland schickt Gracia mit ihrem Song «Run and Hide» in die Endrunde. Ihr umstrittener Manager David Brandes ist im Finale mit zwei Wettbewerbern vertreten: Neben Gracia betreut er auch die estnische Girl-Band «Vanilla Ninja», die mit dem Song «Cool Vibes» für die Schweiz singt.

Das Halbfinale war allerdings nicht nur eine reine Fernsehveranstaltung: Auch auf den Straßen der ukrainischen Hauptstadt sahen tausende Menschen die Show auf Großleinwänden. (nz)