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Rammstein gegen «Schnappi»

03. Feb 2005 15:03
Rammstein und Schnappi
Die Band Rammstein versteht keinen Spaß, wenn es um die Rechte an ihrer Musik und Marke geht. Neuester Fall ist das gerichtliche Verbot eines Remixes.

Als die neunjährige Joy Gruttmann zum überraschenden Erfolg ihres «Schnappi»-Songs interviewt wurde, antwortete sie auf die Frage nach ihren Vorbildern mit kindlich-heller Stimme: «Rammstein!», woraufhin der Interviewerin die Gesichtszüge entgleisten. Auch Stefan Raab hakte bei «TV Total» noch mal nach, aber das Mädchen blieb dabei: «Die sind gar nicht so schlimm.»

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Gruttmanns Musikgeschmack diente daraufhin einem Radio-Comedian als Inspiration für einen «Schnappi»-Remix. Jürgen Kerbel vom Sender 94,3 r.s.2 versetzte dazu Gruttmanns Gesang mit Samples aus Rammsteins Lied «Sonne». Doch ließ die Band das Stück nun verbieten.

Vor dem Landgericht Hamburg sei eine Einstweilige Verfügung gegen Kerbels Version erwirkt worden, sagt ein Sendersprecher der Netzeitung.

Helge Schneider schnappt auch

Neben Rammstein hatte Kerbel auch andere Musiker «Schnappi» interpretieren lassen. Stimm-Imitator Kerbel sorgte für Versionen von Helge Schneider, Wolfgang Petry, Herbert Grönemeyer, Scooter oder auch Tarkan.

Anders als Rammstein habe das Management von Petry gesagt, dass man keine Probleme mit der «Schnappi»-Version im Petry-Stil habe, so der Sendersprecher. Auch Helge Schneider soll die ihm nachempfundene Version laut einem RTL-Interview lustig gefunden haben.

Das Rammstein-Label Universal bestätigte der Netzeitung, dass die Band gegen die Verbreitung des Rammstein-Schnappi-Remix' vorgegangen sei. Sie wollten ihre Persönlichkeitsrechte schützen, so eine Sprecherin. (nz)


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