netzeitung.deNino de Angelo: Ich war Stimme von «Modern Talking»

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Lupe Nino de Angelo: Ich war Stimme von «Modern Talking»

Nino de Angelo behauptet, die Stimme von «Modern Talking» gewesen zu sein. Er habe Thomas Anders «veredelt», sagt er.

Sänger Nino de Angelo hat am Wochenende mit Enthüllungen über die Band «Modern Talking» aufgewartet. «Ich bin die wahre Stimme von Modern Talking. Ohne mich hätte es die letzten drei Alben gar nicht gegeben», sagte er der «Bild»-Zeitung.

Die Musikergesellschaft GVL, die für die Künstler Gelder verwaltet, die gezahlt werden müssen, wenn Lieder im Radio oder Fernsehen gespielt werden, recherchiert nach Angaben ihres Geschäftsführers Thilo Gerlach derzeit, wer tatsächlich gesungen hat und ob unrechtmäßig Honorare kassiert hat.

De Angelo erzählte der «Bild»-Zeitung: «Thomas Anders kam meistens nur für einen Tag ins Studio, sang ein bisschen und verschwand wieder. Den Rest der Arbeit erledigten ich und die Toningenieure.»

«Modern Talking» veredeln
Nino de Angelo sang nach eigenen Angaben zusammen mit zwei Kollegen alle Chöre für die Aufnahmen. «Thomas Anders ist ein netter Sänger, aber seine stimmlichen Möglichkeiten sind begrenzt», sagte der 40-jährige, dessen größter Hit «Jenseits von Eden» mehr als 20 Jahre zurückliegt.

«Für die Veredelung und den typischen Modern-Talking-Sound brauchte Dieter Bohlen meine Stimme.» Anders hätte es nicht verkraftet, wenn seine Unterstützung für Modern Talking bekannt geworden wäre, sagte de Angelo. Die Darstellung de Angelos widerspricht allerdings derjenigen von Frank Farian. Dieser hat in seinem Buch «Stupid Dieser Bohlen» Thomas Anders und die Studiomusiker Rolf Köhler, Birger Corleis, Detlef Wiedecke und Michael Scholz als «Modern Talking»-Sänger genannt, nicht aber de Angelo. (nz)