Reinhard Mey bedauert den Kanzler
Den Unmut des Musikers erregt auch Michel Friedman. Mey unterstellt dem TV-Moderator, der sich nicht nur Kokain, sondern auch ukrainische Prostituierte aufs Hotelzimmer bringen ließ, Doppelzüngigkeit: «Meinetwegen kann er so viel koksen, bis ihm die Nase wegfliegt. Aber wenn er weiß, dass er Menschen benutzt, die als Sklavinnen gehalten werden, dann ist das ein Verbrechen. Danach jedoch schwingt er sich wieder zur moralischen Instanz auf.»
Geradezu hämisch lesen sich Meys Äußerungen zur Kanzlergeburtstagsfeier. Die sei «total daneben» gewesen. «500 Freunde hat er eingeladen. 500 Freunde! Es gibt keinen Menschen auf der Welt, der so viele Freunde hat. Ich würde vor Kummer in die Tischkante beißen, wenn ich weiß, jetzt kommt mein Freund Putin aus dem fernen Russland, bringt noch Ludmilla und 40 Kosaken mit, und ich kann nur ein Foto mit ihm machen, dann ist er wieder weg.» (nz)

