netzeitung.deBegleitmusik zum Frühlingsanfang

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Dirk Darmstaedter (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Dirk Darmstaedter
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Auferstanden aus den Ruinen der Musikindustrie ist Dirk Darmstaedter und geht mit seiner neuen Platte auf Tour. Im Gepäck hat er die US-Songwriterin Tess Wiley.

Als Dirk Darmstaedter, der ehemalige Frontmann der Jeremy Days, 1997 von seinem Major-Label Universal rausgeschmissen wurde, fiel er zunächst in ein tiefes Loch. Es war weniger die Tatsache, dass er keinen Vertrag mehr hatte, die ihn kränkte, als die Art, mit der er fallen gelassen worden war: Während er fleißig an einem neuen Album arbeitete, wurde auf irgendeinem Flur über ihn entschieden, und er erfuhr es als letzter.

Er hätte problemlos den Rest seines Lebens mit einer Neuauflage der Jeremy Days über die Stadtfeste der Republik tingeln können, doch wählte er - nach einer anständigen Schaffenskrise - den Angriff. Zusammen mit Freunden gründete er das Label tapete records und veröffentlichte zunächst mit «Hope, With a Pain Chaser» eine wunderbare Platte seines neuen Projektes Me and Cassity - und das alte, beim Major-Label nicht mehr erschienene Werk gleich mit.

Mittlerweile ist tapete die Heimstatt von so unterschiedlichen Bands wie Missouri, Garish, Erdmöbel, tele, besser und Nils Frevert. Das Label macht dort weiter, wo die großen Firmen bereits vor längerer Zeit aufgehört haben. Und das erfolgreich.

Schöne Konzertabende
Nun hat auch Darmstaedter wieder zugeschlagen. Die im Februar veröffentlichte CD «Between Wake and Sleep» ist erneut eine beeindruckende Demonstration des Könnens des End-Dreißigers. Anders als seine letzte Platte, die Ausflüge in ein eher US-geprägtes Songwriting unternahm, spielt «Between Wake and Sleep» stärker mit musikalischen Elementen der achtziger Jahre. Sie ist kraftvoller und partytauglicher. Und sie erinnert deutlicher an die Jeremy Days.

Und Darmstaedter geht auf Tour, in kleiner Besetzung zusammen mit seinem Buddy Dave Storey. Das Vorprogramm der meisten Konzerte bestreitet Tess Wiley, eine US-Songwriterin, die früher bei der christlich geprägten Band «Sixpence Non the Richer» dabei war. Wiley wird aber auch Teile des Darmstaedter-Gigs mitbestreiten. Eine ausgesprochen interessante Kombination, die schöne Konzertabende verspricht.

Auch Tess Wiley bringt Ende dieses Monats ihre neue Platte «Not Quite Me» heraus - eine wunderbare Begleitmusik für den beginnenden Frühling. Bei Darmstaedters Label natürlich.

More Me and Cassity Between Wake and Sleep Tour 2004
19. März Höxter-Albaxen - Tonenburg
20. März Bremen - Lila Eule
22. März Münster - Luna Bar
24. März Halle - Theatrale
25. März Düsseldorf - Coffy
27. März Plauen - Malzhau
28. März Freiberg - Club EAC
30. März Leipzig - Ilses Erika
31. April Berlin - Soda Salon
01. April Potsdam - Waschhaus
02. April Nürnberg - Raketenclub
03. April Schelklingen - Stellwerk
07. April Zittau - Hillersche Villa
08. April Waldershof - Musikbahnhof Schaffnerlos
10. April München - Orangehouse
11. April Karlsruhe - Carambolage
13. April Augsburg - Cafe Viktor
14. April Frankfurt-«Hausboot Venus»
15. April Göttingen - Exil
16. April Itzehoe- Goosmarkt
17. April Magdeburg - Projekt 7
22. April Hamburg -Tanzhalle St.Pauli
23. April Hamburg -Tanzhalle St.Pauli
24. April Uslar -kulturbahnhof uslar
14. Mai Hamm - Hoppegarden
15. Mai Leverkusen-ex-KBSO/Space Club Tonstudio
19. Juni Würzburg - U&D Festival.ca. 22.00