Hanseatisch gezähmter Country
16.12.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Zehn Lieder bietet das Album, davon sechs Eigenkompositionen, zu denen auch der hervorragende Titelsong von Bernd Begemann gehört. Dazu kommen vier Cover-Versionen: «Why Don't You Love Me (Like You Used To Do)» von Hank Williams, «I Got A Name» von Jim Croce, John Sommers durch John Denver bekannt gewordenes «Thank God I'm A Country Boy» und den, von Begemann wundervoll vorgetragenen, Tammy-Wynette-Hit «Till I Get It Right».
«So hanseatisch gezähmt, gepflegt und staubfrei klang noch keine Countryplatte», schreibt die «Szene Hamburg» und meint das durchaus als Kompliment. «Kein Roots-Geknarze das Ganze, sondern schöner Country-Pop, almost blue» urteilt der «Rolling Stone».
Die Platte ist gelungen, auch wenn sie mit Country nur sehr wenig am Hut hat: Die Sozialisation von Begemann und Darmstaedter lässt sich nicht verleugnen, der Pop-Einfluss sich kaum überhören. Und häufig erinnert sie eher an Folk, denn an die angekündigte Landmusik. Das wird aber nur die Puristen stören, für alle anderen bietet das Album solide eingespielte, aber etwas kurz geratene Unterhaltung.
Schon beim Hamburger Promo-Gig war zu erkennen, dass die beiden langjährigen Frontmänner ein wenig Mühe beim kollegialen Nebeneinander auf der Bühne haben. Aber alleine das Beobachten eines gemeinsamen Auftritts dieser zwei großen Live-Künstler rechtfertigt den Besuch.
Tour-Termine
16. Dezember, Berlin
17. Dezember, Köln
18. Dezember, Schorndorf
19. Dezember, Weinheim
20. Dezember, Dresden
21. Dezember, Fürth
22. Dezember, Frankfurt a.M.
23. Dezember, Dortmund

