netzeitung.deEin Drittel weniger für Goldene Schallplatten

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Die begehrte Trophäe (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Die begehrte Trophäe
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Wegen schwerer Umsatzeinbrüche senkt die Musikindustrie ihre Eckwerte für die Verleihung Goldener Schallplatten: Künftig werden 100.000 verkaufte CD-Alben vergoldet.

Vor dem Hintergrund stark rückläufiger Plattenverkäufe hat die deutsche Musikindustrie laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» die Grenze für Goldene Schallplatten gesenkt. Die führenden Musikmanager hätten Ende vergangener Woche beschlossen, dass rückwirkend zum 1. Januar 2003 CD-Alben schon nach 100.000 verkauften Exemplaren vergoldet werden.

Bisher mussten 150.000 Tonträger abgesetzt werden, um eine Goldene Schallplatte zu erhalten. Bei Singles reichen künftig 150.000 verkaufte Exemplare aus; bislang waren es 250.000. Platin gebe es jeweils für die doppelte Stückzahl, schreibt das Magazin
Chartseinstieg mit 500 verkauften Exemplaren
Damit reagiert die Branche auf ihre Dauerflaute. So wurde dem Bericht zufolge von die aktuellen Nummer eins der Singles-Charts von «Superstar Alexander» bis Ende vergangener Woche nur rund 20.000 Mal verkauft. Dennoch gilt sie damit bereits als starke Nummer eins.

Die Nummer zwei, «Where is the Love?» von den Black Eyed Peas habe dagegen nur rund 5000 Exemplare abgesetzt. Bis vor wenigen Jahren noch hätten so viele Platten nicht wöchentlich, sondern täglich verkauft werden müssen, um die oberen Chartplätze zu erreichen. Für den Einstieg in die Singles-Top 50 reichen laut «Spiegel» heute mitunter rund 500 Exemplare in der Woche. (nz)