29.10.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Revis 'Places for Breathing'
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Nu Metal-Nachrück-Band Revis liefert mit ihrem Debüt-Album «Places for Breathing» nichts Neues, nur ein bisschen Abwechslung.
Nachdem sich die fünf Bandmitglieder von der Nu-Metal-Goth-Nachwuchsband Revis aus der muffigen Kleinstadt Carbondale in Illinois befreit hatten, machten sie sich nach Los Angeles auf. Dort angekommen sollen sie sich so lange in einem Ein-Zimmer-Apartment verschanzt und an ihrer Musik gearbeitet haben, bis ein Major-Label auf sie aufmerksam wurde und bereit war, Geld zu investieren.
So die Vorgeschichte. Im Studio schraubten dann alte Hasen an den Sounds der Jungen: Alan Moulder (Smashing Pumpkins und Nine Inch Nails) und Andy Wallace (Nirvana und System of a Down) mischten das Debüt der zwischen 19 und 22 Jahre alten Musiker ab und heraus kam «Places for Breathing». Damit haben Revis in den USA bereits so großen Erfolg, dass sie zur Vorband der Newcomer Evenascence aufstiegen.
Bei genauerem Hinhören scheint das lange Gären und Perfektionieren dem Sound jedoch eher geschadet zu haben. Er ist berechenbar geworden. Bis auf wenige Hits wie «Seven» und «Caught in the Rain» (der sich auch gleich auf dem «Daredevil»-Soundtrack wiederfand) bietet «Places for Breathing» nichts, das einen aus der Nu-Metal-Wand herausreißen könnte. Zu sehr fühlt man sich an Creed, Nickelback und ähnliche übliche Verdächtige erinnert.
Hoffentlich nehmen sich Revis noch die Zeit, in ihr Apartment zurückzukehren und weiter nach ihrem Sound zu suchen. (nz)