netzeitung.deSaxofonist Brandt ist tot

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Helmut Brandt ist tot (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

1948 begann mit Helmut Brandt die Geschichte des modernen Jazz in Deutschland. Der Saxofonist, Komponist und Arrangeur starb am Donnerstag im Alter von 71 Jahren.

BERLIN. Der legendäre Jazzmusiker Helmut Brandt ist am Donnerstag an plötlichem Herzversagen in Stuttgart gestorben. Brandt begann seine Laufbahn 1948 im bekannten Berliner Jazzlokal «Die Badewanne» und zählte seitdem zu den herausragenden deutschen Jazzmusikern.

Er spielte 37 Jahre in der RIAS-Bigband, 1974 gründete er mit dem «Mainstream Orchestra» eine eigene Formation. In den amerikanischen Jazzclubs im Berlin der Nachkriegszeit fiel Brandt vor allem als begabter Saxofonist auf und wurde mit seiner Combo sehr schnell bekannt.

Populär wurde er vor allem mit zahlreichen Plattenaufnahmen, Ehrungen bei Festivals sowie Begegnungen mit Jazzgrößen, darunter Miles Davis, Lester Young und Albert Mangelsdorff.

In den fünfziger Jahren galt die Helmut Brandt-Combo als führende Jazzformation in Deutschland. Mit seinem Quintett sorgte Brandt 1955 beim dritten Deutschen Jazz Festival in Frankfurt/Main für Furore. 1959 ging Brandt zur RIAS-Bigband, der er 37 Jahre als Musiker und Arrangeur angehörte.

Sein «Mainstream Orchestra», galt mit ausgefeilten Kompositionen und Arrangements als Institution in der Berliner Jazzszene. Seine 1998 uraufgeführte «Symphonischen Dichtung für Bigband und Symphonieorchester» gilt als wichtigstes Werk des Komponisten Brandt. Im Mai 2000 wurde er für sein künstlerisches Schaffen mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.(nz)