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Meist nur noch zu zweit: die Rapper von Run-DMC (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Meist nur noch zu zweit: die Rapper von Run-DMC
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Einst haben sie den Hip-Hop revolutioniert, nun wollen Run-DMC wieder an die alten Zeiten anknüpfen. Gaststars wie Kid Rock und Everlast sollen dabei helfen.

BERLIN. Es gibt Musiker, die verändern die Welt. Den Rappern von Run-DMC ist das gleich zweimal gelungen. Mit ihrem Debütalbum «Run-DMC» (1984) haben sie dem Hip-Hop die Liebe zu dicken Goldketten, altmodischer Adidas-Sportswear und coolen B-Boy-Gehabe geschenkt. Zwei Jahre später eine zweite, geniale Idee: Rap meets Rock.

Mit Run-DMC's «Walk This Way», einer kongenialen Kooperation mit den Hardrockern von Aerosmith, begann die goldene Zeit des Hip-Hop. Run DMC eroberten die Bastionen des weißen Amerikas. Ihre Videos eroberten MTV, sie waren als erste Hip-Hopper auf dem Titel des «Rolling Stone Magazine».

Gaststars ans Ruder
Seitdem ist es ruhig um Reverend Run, D.M.C. und Jam Master Jay geworden. Mit ihrem Label Def Jam haben sie zwar weiterhin Generationen von jungen Künstlern den Einstieg ermöglicht. Seit einem Mini-Comeback mit «Down With The King» 1993 hatten die drei Rapper aus Queens aber keinen Hit mehr.

Mit «Crown Royal» wollen Run-DMC nun erneut an ihr altes Erfolgsrezept anknüpfen: Gaststars, Gaststars und noch mehr Gaststars. Und so sind es die Rocker, die bei den Rappern den Ton angeben. Fred Durst von Limp Bizkit ist dabei, Kid Rock und Everlast. Entstanden ist solide Hausmannskost, wenig mehr.

DMC nur noch halb dabei
Es sind die Gäste, die auf der Platte richtig hart arbeiten - die Gastgeber, die selbsternannten «Kings of Rock», zeigen sich seltsam unbeteiligt. Das liegt wohl auch daran, das der 36-jährige DMC alias Darryl McDaniels kaum noch beteiligt war.

Er habe keine Lust mehr, die alte Schiene zu fahren und nur um das jugendliche Publikum zu buhlen, so der mehrfache Familienvater. «Ich bin älter geworden, darüber möchte ich auch rappen», so McDaniels. Künstlerisch hat er sich damit aber nicht durchsetzen können. Ohne ihn kommen aber auch die anderen nicht in Schwung. Diesmal hat sich die Welt verändert, und Run-DMC schauen leider nur zu.(nz)


Für das Web ediert von Kerstin Rottmann