Mehr als «Help» und «Yesterday»: 

netzeitung.deIn Liverpool lassen sich die Beatles studieren

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Vier Pilzköpfe für einen Masters (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Vier Pilzköpfe für einen Masters
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Wer sich dafür einschreibt, ist sicherlich kein «Fool on the hill»: Die Uni Liverpool hat den ersten Beatles-Studiengang der Welt eingeführt. Am Mersey River häufen sich schon die Anfragen von Fans.

Wann gingen die Beatles getrennte Wege? Welches war das erfolgreichste Album der Pilzköpfe? Und wo traten sie vor ihrer großen Karriere in Hamburg auf? Wer diese Fragen beantworten kann, hat vermutlich schon mal keine schlechten Karten für ein Studium besonderer Art: Die Hochschule in der Beatles-Heimatstadt Liverpool hat den weltweit ersten Studiengang zu den «Fab Four» aufgelegt.

Dort kann künftig ein Master-Studium über die Musik und Einflüsse der vier Pilzköpfe belegt werden. «Es gibt mehr als 8000 Bücher über die Beatles, aber bisher kein ernsthaftes akademisches Studium», sagte Mike Brocken, Studienleiter an der Liverpooler Hope University, am Dienstag. Absolventen können sich dann mit dem wohlklingenden Titel «Master of Arts in The Beatles, Popular Music and Society» schmücken.

Zu den Themen gehören selbstverständlich die Musik der 60er Jahre, aber auch ihr Einfluss auf die Gesellschaft, die Mode und die Geschichte der Stadt Liverpool. Der Kurs endet mit einer wissenschaftlichen Arbeit. «Es ist definitiv der erste Beatles-Master in diesem Land und ich würde sagen der einzige auf der Welt», erklärte Brocken. «Nach vierzig Jahren ist es der richtige Zeitpunkt, die Beatles zu studieren, und Liverpool ist der richtige Ort dazu.»

Der Master beginnt im September und kostet umgerechnet rund 3900 Euro. Als Vollzeitstudent hat man nach einem Jahr den Beatles-Abschluss in der Tasche. Nach ersten Angaben der Uni ist das Interesse groß. Fans hätten sich schon aus Amerika und aus Großbritannien gemeldet, sagte Brocken. Und wer nicht zu dem auf 30 Teilnehmer beschränkten Studiengang zugelassen wird, kann dann immer noch «Help!» rufen. (nz/dpa)