23.02.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Der deutsche Titel für den Song Contest feierte am Samstag seine TV-Premiere
Foto: ARD
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Guildo hat uns wieder lieb: Fünf Musikexperten werden die deutsche Punktevergabe beim Grand Prix mitbestimmen. «Unser» Song für Moskau erlebte unterdessen seine TV-Premiere - allerdings nur per Playback.
Die deutsche Jury für den Eurovision Song Contest (ESC) steht fest: Guildo Horn (einst ebenfalls für Deutschland beim Grand Prix am Start), H.P. Baxxter von der Band Scooter, Jeanette Biedermann, Tobias Künzel von den Prinzen und Ex-«DSDS»-Jurorin Sylvia Kollek stimmen über die Auftritte im ESC-Finale ab. Ihre Entscheidung fließt zu 50 Prozent in die deutsche Punktevergabe ein, über die andere Hälfte stimmen die TV- Zuschauer ab.
Die ARD überträgt die Show am 16. Mai live aus der Olympiski Arena in Moskau. Für Deutschland geht das Duo «Alex swings Oscar sings» mit dem Lied «Miss Kiss Kiss Bang» an den Start. Der Titel von Alex Christensen war bei der Verleihung der Musikpreise «Echo» am vergangenen Samstag denn auch erstmals live im Fernsehen zu sehen.
Da der Song direkt vom NDR ausgewählt wurde und sich nicht zuvor einem Vorentscheid stellen musste, war die Präsentation von Grand-Prix-Fans durchaus mit einiger Spannung erwartet worden. Ihr Fazit fiel zwiespältig aus: Dass Sänger Oscar den Titel nur im Playback sang, kam nicht so gut an - schließlich muss im Eurovisions-Wettbewerb ja live gesungen werden. Anderen wiederum gefiel die etwas billig wirkende Dekoration mit einem riesigen roten Kussmund auf der Bühne nicht sonderlich.
Insgesamt jedoch bestach die durchaus professionelle Bühnenshow von Alex und Oscar im Stile einer Swing-Revue mit Tänzern vor allem durch ihre opulente Optik. Ob der Auftritt in Moskau ähnlich aussehen wird, ist allerdings zu bezweifeln: Beim ESC sind nur maximal sechs Personen auf der Bühne erlaubt, in der Berliner O2-Arena waren am Samstag bei «Miss Kiss Kiss Bang» indes mehr Leute zu sehen. (nz/dpa)