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Viele Angebote für Mann mit Mundharmonika: 

Michael Hirte ist plötzlich heiß begehrt

02. Dez 2008 15:55
Michael Hirte wird nach seinem Sieg umschwärmt
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«Supertalent» Michael Hirte kann sich nach seinem Sieg bei RTL vor Angeboten kaum retten. Alle wollen mit dem Mundharmonika-Spieler Musik machen, werben – und natürlich selbst Geld verdienen.

Die ersten Interessenten kamen ebenfalls aus dem Osten: Die einstige DDR-Kultband Puhdys hat den Gewinner von RTLs «Supertalent» einen Auftritt angeboten. «Wir laden Michael Hirte ein, mit uns auf die Bühne zu gehen, er soll einen Song der Puhdys auf der Mundharmonika spielen», verkündete Puhdys-Manager Rolf Henning Anfang der Woche medienwirksam. Die Idee für einen gemeinsamen Auftritt mit dem Potsdamer sei der Band aber schon im Halbfinale der Casting-Show gekommen, sagte er weiter und wird zitiert: «Michael hat uns emotional berührt, wir waren von Anfang an fasziniert von seiner Art zu spielen.» Das ging offenbar nicht nur den Ost-Rockern so. Seit seinem Sieg am vergangenen Samstag kann sich der 44-Jährige vor Aufträgen kaum retten.

Werbung für Mundharmonikas?

Am Anfang steht natürlich der Plattenvertrag und ein eigenes Album. Seine erste CD mit zwölf Titeln erscheint am kommenden Freitag, ein erstes Konzert ist erst für den 21. Dezember geplant. Dazu kommen laut dem Internetdienst T-Online auch erste Werbeverträge. So habe der Instrumenten-Hersteller «Hohner», der auch Mundharmonikas herstellt, mit dem (nun bald ehemaligen) Hartz-IV-Empfänger zusammenarbeiten.

Bei Hirte, der nach einem schweren Unfall seine Arbeit als Kraftfahrer verlor und in seiner Not als Straßenmusiker jobbte, ist die Firma wohl an der richtigen Adresse: Nach eigenen Angaben besitzt er selbst immerhin schnon 40 Mundharmonikas. Selbst die Schauspielerei scheint für Hirte, der im Finale auch 100.000 Euro Preisgeld gewann, nun eine neue Karriere-Option zu sein. Eine Produktionsfirma aus Bonn will angeblich einen Film mit dem Titel «Der Mann mit der Mundharmonika» drehen. Der so Umschwärmte ist denn auch sehr glücklich: «Ein Traum. Am liebsten würde ich jeden, der für mich im Finale angerufen hat, umarmen.»

Dennoch bleiben auch mahnende Stimmen nicht aus. So schreibt die «Lausitzer Rundschau» über den gebürtigen Lübbenauer (liegt im Spreewald): «All das klingt wie ein Märchen, doch das Supertalent braucht jetzt ein wahres Wunder, um sich in der wundersamen Welt des Ruhmes, der falschen Freunde, der Handaufhalter und Trittbrettfahrer zurechtzufinden», mahnt das Blatt und schlussfolgert: «Viele andere wollen nur das Beste von Michael Hirte - sein Geld und natürlich auch das Geld, was mit ihm zuverdienen ist.» (nz)

 
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