CD-Tipp: «I am Sasha Fierce»: 

netzeitung.deDie zwei Gesichter der Beyoncé Knowles

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Beyoncé Knowles (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Beyoncé Knowles
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Freizügig wie nie posiert Beyoncé für ihr neues Doppel-Album. Noch ein bisschen intimer wird die Souldiva musikalisch - und offenbart dabei eine gespaltene Persönlichkeit. Mit Video.

Purer Konzept-Pop - das trifft es wohl am besten, was Sängerin Beyoncé Knowles auf ihrem neuen Album «I am... Sasha Fierce» veranstaltet. Der Titel ist hierbei gleich mehrfach Programm. Intim wie nie zeigt sich die Sängerin auf den Promotionfotos, die Booklet und Cover schmücken. In edlem Schwarz-Weiß gehalten, zeigen sie die 37-Jährige als erotisches Vollweib - meist umflattern oder umhüllen nur Tücher oder exotische Requisiten ihren Luxuskörper. Enthalten sind zudem gleich zwei CDs, die gleichsam Konzept sind.

Während auf der ersten, «I am...» betitelten Scheibe nur Balladen zu hören sind, lässt es «Sasha Fierce» - so ihr selbst erklärtes Alter Ego - auf der zweiten Seite mit fünf Uptempo-Dancetracks so richtig wummern und krachen. Woran das Herz der mittlerweile verheirateten Künstlerin mehr hängt, ist dabei unschwer zu sehen - es sind die emotionalen Balladen.

Neben der starken Single «If I Were a Boy» fällt dabei besonders die ambitionierte eigene Version des Klassikers «Ave Maria» auf. Die schnellen Songs hingegen wirken dagegen halbherzig und ein wenig bemüht. Aber vielleicht schafft es die Texanerin ja auf ihren dann mittlerweile vierten Album, sich ganz zum Nu Soul zu bekennen. Inspiriert zeigte sich Knowles schließlich schon jetzt von Soullegende Etta James, die sie demnächst auch auf der Leinwand verkörpern wird. Sie selbst sieht darin ihre «bisher beste Leistung als Schauspielerin», in einer Rolle, die ihr auch die «Stärke und das Selbstbewusstsein» für ein sehr persönliches Album gegeben habe. (nz)

If I Were a Boy auf YouTube