15. Sep 2008 09:12
Wieder eine Frau, die swingt. Wieder die gleichen Standards. Doch Robin McKelle hat durchaus etwas, was sie von zahlreichen anderen Jazz-Sängerinnen unterscheidet.
hat sich ihre Debüt-CD angehört.
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Stimmlich liegt McKelle nahe bei Ella Fitzgerald mit einem Schuss Sarah Vaughn. Ihre Videos zeigen, dass da jemand noch nicht für die ganz großen Showbühnen singt, sondern für kleine Clubs – da wo für den Zuhörer der Funke auch überspringt. So wie Michael Bublé einst auch ein Barsänger war, könnte McKelle schnell auch zum Swing-Star für große Hallen werden. Diese Entwicklung ist traurig und schön zugleich. Traurig, weil eben die Sänger viel «echter» im kleinen Club sind, schön, weil natürlich Swing durchaus auch Musik für die große, die Big Band ist. Songs wie etwa «Lullaby of Birdland» funktionieren auf beiden Ebenen. Auch hier erinnert dieses leicht Rauchige in Robin McKelles Stimme an Ella Fitzgerald.Nach diesem fulminanten Debüt, beendet auf der CD von der Eigenkomposition «Remember», wo McKelle dann plötzlich sehr pop-balladig klingt, freut man sich über eine neue Stimme am in den letzten Jahren ja nie dunklen Swing-Himmel. Sie hat da sehr schöne Swing-Nummern zusammengesammelt und auf Hochglanz poliert, wie man das mit wertvollen Antiquitäten ja auch machen sollte. «Modern Antique» ist ein Debüt, das den dringenden Wunsch nach einem schnellen Nachfolger-Album weckt.
Video zu «Abracadabra»: