19.08.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Avril Lavigne
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Bei Auftritten in Malaysia haben es Popstars nicht leicht: Sie dürfen auf der Bühne weder hüpfen noch schreien und dürfen keine aufreizende Kleidung tragen. Auch Avril Lavigne bekommt die strengen Vorgaben gerade zu spüren.
Ein für Ende August geplantes Konzert der kanadischen Popsängerin Avril Lavigne in Kuala Lumpur soll nach dem Willen der islamischen Opposition in Malaysia verboten werden. Ihre Bühnenshow sei «zu sexy» und präsentiere die falschen Werte, erklärte ein Sprecher der Panmalaysischen Islamischen Partei am Montag. Eine Sprecherin des Kulturministeriums erklärte, das Konzert sei bislang nicht genehmigt. Über den Antrag der Opposition werde am Dienstag beraten. Lavigne, die 2002 gleich mit ihrem Debütalbum «Let's Go» Erfolge feierte, will ihre Asientour am 29. August in der malaysischen Hauptstadt starten.
Ein Sprecher des Konzertveranstalters Galaxy Group sagte, Lavignes Show enthalte keine «negativen Elemente», die malaysische Kultur werde respektiert. Künstler in Malaysia dürfen bei Auftritten keine Kleidung mit obszönen Inhalten oder Drogenbezug tragen, außerdem muss ihre Haut von der Brust bis zu den Knien bedeckt sein. Außerdem dürfen sie auf der Bühne nicht hüpfen, schreien, andere Menschen umarmen oder küssen.
Popsängerin Gwen Stefani erbrachte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr ein «großes Opfer», indem sie bei einem Auftritt in Malaysia wenig nackte Haut zeigte. Christina Aguilera machte um Malaysia bei ihrer Asien-Tour gleich einen Bogen, während Kollegin Beyoncé ein dort geplantes Konzert nach Indonesien verlegte. (AP)