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Konzert in London: 

«Happy Birthday» für Mandela

27. Jun 2008 23:04, ergänzt 23:19
Mandela auf der Bühne mit Will Smith und Annie Lennox
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«Ich bin glücklich hier zu sein. Aber während wir feiern, leiden viele Menschen in der Welt Not», mahnte der Jubilar Mandela. Anschließend traten viele Stars auf, unter ihnen Will Smith, Annie Lennox und Amy Winehouse.

Unter dem Jubel zehntausender Menschen hat Nelson Mandela am Freitagabend in London zum entschlossenen Kampf gegen Aids aufgerufen. Beim Benefizkonzert anlässlich seines 90. Geburtstages im kommenden Monat sagte er in einer emotionalen Ansprache: «Ich bin glücklich in London zu sein, um meinen Geburtstag zu feiern. Aber während wir feiern, leiden viele Menschen in der Welt Not«

Er ergänzte: »Unser Ziel ist Freiheit für alle» - Freiheit von Armut, Aids und HIV. «Bitte unterstützt unsere Kampagne 46664 weiter. Es ist Zeit, die Last von den Schultern der Menschen zu nehmen. Es liegt in unseren Händen.» Die Anti-Aids-Kampagne 46664 ist benannt nach der Häftlingsnummer Mandelas, der wegen seines Kampfes gegen die Apartheid in Südafrika 27 Jahre lang in Haft saß.

Zum Auftritt Mandelas hatten Stars wie Will Smith und Annie Lennox sowie 46.664 Fans im Londoner Hyde Park das Lied «Happy Birthday» für den früheren südafrikanischen Präsidenten gesungen. Lennox nannte den Friedensnobelpreisträger «einen der großartigsten Menschen auf der Erde».

Fehlerfreier Auftritt von Amy Winehouse

Mit Spannung war der Auftritt der Soul-Sängerin Amy Winehouse erwartet worden, weil sie noch vor einer Woche mit schweren gesundheitlichen Problemen im Krankenhaus lag. Auf der Bühne im Hyde Park machte sie dann aber einen ungewöhnlich fitten Eindruck, ihren Auftritt absolvierte sie ohne Fehler und Zusammenbrüche.

Einen sehr emotionalen Auftitt hatte U2. Sänger Bono sang «Happy Birthday» von Stevie Wonder, nur begleitet von einer akkustischen Gitarre, die The Edge spielte. Die Band Queen trat auch auf, der gestorbene Sänger Freddy Mercury wurde ersetzt durch Paul Rodgers. Sie brachten eine unter anderem Neuauflagen ihrer Hits «One Vision» und «The Show must go on» auf die Bühne.

Musiker und Aktivist Peter Gabriel erinnerte daran, Mandela habe stets Liebe und Verständnis propagiert: «Nach 27 Jahren im Gefängnis wollte er nicht etwa Rache, sondern Vergebung und Frieden.» Die Erlöse des dreieinhalbstündigen Konzerts - bei dem auch Johnny Clegg, Zucchero, Leona Lewis, Eddy Grant und die Sugababes auf der Bühne standen - gehen an die 46664-Kampagne.

«Er ist unser Held und unsere Inspiration»

Viele Zuschauer sagten, sie wollten in erster Linie en ehemaligen südafrikanischen Präsidenten und Friedensnobelpreisträger sehen und weniger die Auftritte der Musiker. «Er ist unser Held und unsere Inspiration», sagte der aus Südafrika stammende Makhauta Leimo. Mandela «hat uns gelehrt zu vergeben».

Queen-Gitarrist Brian May erklärte, Ziel des Konzerts sei, Mandelas Botschaft an die nächste Generation weiterzugeben. «Und ich bin sehr froh, ein Teil davon zu sein.» Der Sänger der Simple Minds, Jim Kerr, sagte, die Stimmung sei ganz anders als bei einem ähnlichen Konzert vor 20 Jahren, als auf einem Konzert zum 70. Geburtstag Mandelas dessen Freilassung gefordert wurde. «Letztes Mal war ich wütend», sagte Kerr. Damals sei es um Protest gegangen, diesmal stehe Freude im Mittelpunkt. (nz/dpa/AP)

 
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