24. Jun 2008 15:57
Von «Blue Hawaii» über die Lieder der Surfer und Seemänner bis hin zu den bedrohten Inseln der Südsee: Das Berliner «Haus der Kulturen der Welt» verhandelt Kultur und Klimawandel gemeinsam.
Sechs Bands aus den USA, Italien und Japan präsentieren den Musikstil, der zusammen mit der Surf-Musik durch Easy-Listening und Lounge-Musik derzeit eine neue Blüte erlebt. Darunter auch ein Beitrag der, so die Pressemitteilung viel versprechend, «Exotischen Neubauenten«. Gemeint ist ein Abend mit dem Gitarristen der Einstürzenden Neubauten, Jochen Arbeit. Zusammen mit Bassist Yoyo Röhm - sonst in Ben Beckers Zero Tolerance Band aktiv - stellt er sein Projekt zur Tiki-Kultur, »Latin Lovers« vor. Das Programm ist Großmeistern des Genres gewidmet, wie etwa Esquivel und Les Baxter. Daneben erklingen Surf- und Seefahrerlieder. Ebenfalls zu sehen ist natürlich auch der erfolgreichste Film, den Elvis Preseley je gedreht hat: »Blue Hawaii«, der alle Südsee-Klischees auf's schönste vereint. Dass die Südsee in Zeiten des Klimawandels akut bedroht ist, zeigt hingegen der Vortrag »Der Untergang des halben Landes« von Professor Stefan Rahmstorf, der Mitglied des UN-Klimarats ist. Künftig, so Sprecher Yven Augustin zur Netzeitung, wird das Festival jedes Jahr im Juli stattfinden. (nz)