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Rolling-Stones-Urgestein: 

Richards sieht sich als Traum aller Pathologen

15. Mai 2008 15:44
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Der Gitarrist sagt, es sei nichts mehr übrig, «was ich mir noch kaputtmachen kann». Dennoch findet er es faszinierend, älter zu werden. Und Groupies waren vor allem zum Auftanken, so das Unikum. «Hier und da» mal eins.

Rolling-Stones-Gitarrist Keith Richards Richards hat keine Angst mehr vor dem Alter. «Als ich jünger war, dachte ich: Falls ich jemals 30 werden sollte, erschieße ich mich», sagte der 64-Jährige der Zeitschrift «GQ» und fügte an: «Dann wird man 30 und legt die Knarre weg. Älter zu werden ist faszinierend.»

Dass die Jahre auch einen Stones nicht unbeschadet lassen, zeigen die gesundheitlichen Probleme, mit denen Richards in letzter Zeit zu kämpfen hatte. «Jetzt ist nichts mehr übrig, was ich mir noch kaputtmachen kann», sagte er. «Weltweit reißen sich die Pathologen darum, meine Leiche obduzieren zu dürfen, sobald ich abgekratzt bin», sagte er.

«Wir haben die Sache nie ausgereizt»

Richards sagte aber auch, vieles, was man sich über das wilde Leben der Stones erzählt, sei weit übertrieben. «Im Grunde sind wir die ehrlichsten und anständigsten Kerle, die man sich vorstellen kann», sagte Richards. «Wir haben die Sache nie so ausgereizt, wie wir gekonnt hätten.»

Es sei nur alles immer so naheliegend gewesen. «Hier und da mal ein Groupie. Die waren für uns eher so wie ... Rastplätze. Nach dem Motto: 'Jetzt sind wir in Cincinnati, also müssen wir mal wieder ein bisschen auftanken.'»

Zur eigenen Legendenbildung beitragen

Eigentlich hätten sich die Stones und ihr damaliger Manager Andrew Oldham immer einen Scherz daraus gemacht, die Presse mit falschen Geschichten hinters Licht zu führen. «Schließlich waren wir ganz normale Typen», findet Richards. «Man muss ein bisschen zur eigenen Legendenbildung beitragen«, plaudert der Gitarrist ein Erfolgsgeheimnis der Band aus. (AP)

 
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