Der Regisseur spielt dazu mit den Gemeinplätzen des amerikanischen Kinos, die bereits den Wiedererkennungs-Effekt triggern. So zum Beispiel Verschwörungstheorien: alle Die-Regierung-hat-ein-geheimes-Programm-Roswell-JFK-Akte X-Geschichten oder die Frage der Selbstdisziplin oder besser der Verlust derselben in unzähligen «Trommel dich frei»-«Tu was du willst»-«Carpe Diem»-Filmen. Und schließlich die Vater-Sohn-Problematik: In wie vielen Filmen hat schon ein Vater gegen Ende das erlösende 'I love you, son' herausgepresst und seinen mittlerweile erwachsenen, 'I love you, Daddy'-schluchzenden Sohn in die Arme geschlossen?«The Hulk» hat sich gleich alle drei Genres vorgenommen. Angefangen mit dem geheimen Programm des US-Militärs: Bruces Vater experimentiert mit biologischen, selbstregenerativen Systemen, an deren Ende der unverwundbare Soldat stehen soll. Das Programm wird abgebrochen, als er Menschenversuche durchführt. Doch für seinen Sohn ist es da schon zu spät. Er ist genetisch verändert, denn als er gezeugt wurde, hatte sein Vater bereits Selbstversuche hinter sich.
Die Anomalie in Bruces DNS, nennen wir sie das «Hulk»-Gen, lässt ihn nach einem Unfall mit Gamma-Strahlung zu einem riesigen grünen Monster mit unglaublichen Kräften wachsen - wenn er sich ärgert. Gewalt, die ihn stoppen soll, macht ihn nur stärker.