«Team America»: Fuck, yeah!
Darin wütet die Titel gebende Spezialeinheit, die anfangs noch um den Broadway-Star Gary erweitert wird. Statt in einem Musical Songs wie «Everyone has AIDS» zu singen, wird er nun zu größeren Aufgaben berufen. Ein Schauspieler ist schließlich der perfekte Mann, um bei den islamistischen Feinden in Kairo eingeschleust zu werden und die ganze Welt vor der Zerstörung und dem neuen Schurkenstar und Staatsfeind Nummer 1 Kim Jong Il zu retten.
Dabei teilen Stone und Parker an alle Seiten aus und treffen nicht nur die engstirnigen Patrioten. Auch die liberale und friedensengagierte Hollywoodprominenz mit Sean Penn, Tim Robbins, Susan Sarandon werden als Mitglieder der Film Actor's Guild (kurz «F.A.G.») regelrecht hingerichtet.
Ganz nebenbei überhöhen Parker und Stone dann noch lächerliche Action-Klischees, zitieren sich quer durch die Filmgeschichte, zeigen, wie Marionettensex in verschiedensten Stellungen aussieht und unterbrechen die Handlung wie in «South Park der Film» immer wieder durch Musicaleinlagen - vorzugsweise solche, in denen sie Ben Affleck beschimpfen oder Pathoshymnen wie «Freedom Isnt Free» singen lassen. Team America? Fuck, yeah!
Obwohl es sich bei «Team America» um einen Marionettenfilm handelt, gibt es darin mehr Surroundeffekte als in vielen Actionblockbustern. Von bombastischen Explosionen bis hin zu einfachen Schießereien sind die Effekte sehr gut abgemischt und fordern den Subwoofer zu starkem Bassdröhnen heraus. Auch die Musik bei den vielen Musicaleinlagen entwickelt einen guten räumlichen Klang. Sowohl auf deutsch und türkisch, als auch der viel witzigeren englischen Originalfassung liegt der Film in DD 5.1 vor und kann bei Bedarf auch deutsch untertitelt werden.
Das reicht von der aufwändigen Herstellung der Puppen und der fast 100 Sets über die Actionsequenzen bis hin zur Erschaffung des Bösewichts Kim Jong Il, den Parker und Stone nach eigener Aussage in der Tradition von Cartoonfiguren wie Bugs Bunny oder Elmer Fudd angelegt haben. Ergänzt wird das sehenswerte Bonuspaket dann noch durch sechs Minuten mit entfernten und erweiterten Szenen, mäßig interessanten, animierten Storyboards und zwei Trailern zum Film.

