netzeitung.deJack Black lehrt in der «School of Rock»

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'School of Rock' (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe 'School of Rock'
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Richard Linklaters Musik-Komödie will zeigen, dass Begeisterung lernbar ist. Zumindest im Kindesalter und bei Heavy-Metal-Fans. Neu auf DVD: «School of Rock».

Der Film
Dewey Finn (Jack Black) ist ein langhaariger, fluchender, rülpsender Rocker. Doch nachdem seine Band nichts mehr von ihm wissen will, gibt er sich, um endlich seine Rechnungen zahlen zu können, als sein Mitbewohner aus und nimmt eine Stelle als Lehrer in einer Privatschule an.


Nachdem er die wohlerzogenen Kinder anfangs tun lässt, was sie wollen, so lange sie ihn in Ruhe lassen und er sein Geld bekommt, erkennt er in ihnen schließlich den Weg zur Erfüllung seines größten Wunsches: bei der Talentshow The Battle of Bands zu spielen. Also bringt Dewey den mitunter musikalisch Hochbegabten das einzige bei, was er wirklich kann: Rocken.
Die DVD
Die Bildqualität, in der man Jack Black beim leidenschaftlichen Umkrempeln des Lehrplans zusehen kann, ist ohne große Mängel. Der Kontrast ist ebenso so gut wie der Schärfegrad, auch wenn er bei den Details zuweilen etwas stärker hätte ausgefallen können. Nur das gelegentliche Bildrauschen fällt bei der ansonsten passablen Bildqualität negativ auf.

Was den Ton angeht, ergeben sich beim dialoglastigen Rock-Unterricht in der DD5.1-Abmischung auf Deutsch, Englisch und Türkisch kaum Surround-Effekte. Die Musik, ob eingespielt oder beim finalen Live-Auftritt, rockt allerdings über die Front-Lautsprecher hinaus. Die Gitarren klirren, und der Bass dröhnt kraftvoll und dynamisch. Untertitel gibt es bei Bedarf auch: auf Deutsch, Englisch und Türkisch.

Das Hauptmenü hat ein cooles Intro, das auf einem «Battle of the Bands»-Plakat landet, von dem man sich in die verschiedenen Untermenüs wählen kann. Auf dem animierten Plakat sieht man dazu Ausschnitten aus dem Film zu selbverständlich scheppernder Musik. Die Untermenüs sind zwar durch nette Übergänge mit dem Hauptmenü verbunden, bleiben aber weitestgehend unbewegt, was vor allem bei der Kapitelanwahl sehr schade ist.

Die Specials
Das halbstündige «Gelernte Lektionen in der School of Rock» entpuppt sich als ein recht witziges Making Of mit Interview-Schnippseln mit Jack Black, seinen «Schülern» und dem Regisseur Richard Linklater. Dazu gibt es ein paar Filmausschnitte und viel Behind-The-Scenes-Material – von der Drehbuchentwicklung über das Casting der Kinder bis zum Dreh der «Bandgemetzel»-Szenen vor großem Publikum am Ende.

Ein Teil der Specials ist allein den Kinder-Darstellern gewidmet: Weil sie im witzigen Audiokommentar von Black und Linklater wohl kaum zu Wort gekommen wären, erklären die Nachwuchssdarsteller in einem eigenen Audiokommentar ihre Sicht der Dinge und plaudern über ihre Eindrücke beim Dreh.

Außerdem zeigt das zehn Minuten lange «Videotagebuch vom Toronto Filmfestival» die lässigen Miniaturrocker in Premieren-Aufregung zwischen rotem Teppich und der Hoffnung, auch Autogramme geben zu müssen. Der Kinotrailer und ein Musikvideo zu «School of Rock» runden die Specials ab, die, was die Menge für eine Special Collectors Edition anbelangt, weniger mit einem Stadiongig als mit einem netten Club-Konzert vergleichbar sind.