netzeitung.de«Die unbarmherzigen Schwestern»

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«Gefallene Mädchen» müssen im kirchlichen Umerziehungsheim büßen. Ein überzeugender Film, leider fast ohne Extras. .zwischentitel { font: bold 11px verdana, arial, helvetica, sans-serif; display: block; padding: 1px 3px 1px 3px; } Der Film Der schottische Schauspieler und Regisseur Peter Mullan hat einen Film mit großer Wut im Bauch gedreht. «Die unbarmherzigen Schwestern», der im vergangenen Jahr in Venedig den Goldenen Löwen erhielt, erzählt von drei jungen «gefallenen» Mädchen, die aus verschiedenen Gründen 1946 in Dublin in eines der zahlreichen «Magdalenen-Heime» eingesperrt werden. Bei schwerer Arbeit und alltäglicher Erniedrigung sollen sie für ihre Sünden büßen. Diese «Sünden» reichten von sexueller Attraktivität über extreme Armut bis hin zur Geburt eines unehelichen Kindes. Mullan greift drei Schicksale auf, die, so wird geschätzt, mehr als 30.000 Mädchen teilten. In keiner Sekunde ist dabei zu übersehen, wie erschüttert Mullan von diesen seelen-zerstörenden Heime ist, von denen das letzte erst 1996 geschlossen wurde und wie wenig er vom fanatischen Katholizismus hält. Schonungslos bebildert er die täglichen Erniedrungen und Quälereien und wie manche Mädchen daran zerbrechen. Allerdings ergibt sich gerade durch die daraus entstehende Wut auch die differenzierte Entwicklung der Figuren. Während er den eingesperrten, gequälten Mädchen natürlich größtes Mitgefühl entgegenbringt, liegt über den Nonnen stets ein Hauch von engagierter Eindimensionalität. Sie werden hier weniger als bösartige Menschen, sondern vielmehr als geldgierige, unmenschliche und harte Kreaturen gezeigt. Doch das ändert wenig daran, dass Mullans sehenswerter Film erschüttert und - wütend macht. Die DVD Auf der DVD findet sich neben dem deutschen Ton, der für diesen Film sowohl im unnötig üppigen DTS und DD 5.1, als auch in DD Stereo vorliegt, auch die lohnenswerte Originalversion in DD 5.1. Dass man bei ihr die Untertitel nicht ausblenden kann, stört aufgrund des für viele Zuschauer sicher schwer verständlichen irischen Englisch nicht. Der grau-triste Alltag im Magdalenen-Heim wird in anamorphen Bildern wiedergegeben, wobei die Bildqualität bis auf gelegentliche Partikel und den etwas schwachen Kontrast akzeptabel ist. Die Specials Was das Bonusmaterial angeht, wäre sicher mehr möglich gewesen. Allein aufgrund der Tatsache, dass der Film auf wahren Begebenheiten beruht, wäre neben der fiktionalen Annäherung an das Thema auch noch eine Dokumentation über die realen Hintergründe eine sinnvolle Ergänzung gewesen. Doch bis auf den deutschen Kino-Trailer treiben nur einige Texttafeln über Cast und Crew und die Produktionsnotizen, sowie eine Fotogalerie, die auch keine Behind-the-Scenes Fotos beinhaltet, ohne Begleitung irgendwelcher bewegter Bilder in der Extras-Rubrik herum. Nur wenn man die Trailer anderer Filme von Concorde (u.a. «Dem Himmel so fern») als Bonus ansieht, bekommt die DVD eine kurze Specials-Verlängerung.

Der Film
Der schottische Schauspieler und Regisseur Peter Mullan hat einen Film mit großer Wut im Bauch gedreht. «Die unbarmherzigen Schwestern», der im vergangenen Jahr in Venedig den Goldenen Löwen erhielt, erzählt von drei jungen «gefallenen» Mädchen, die aus verschiedenen Gründen 1946 in Dublin in eines der zahlreichen «Magdalenen-Heime» eingesperrt werden.

Bei schwerer Arbeit und alltäglicher Erniedrigung sollen sie für ihre Sünden büßen. Diese «Sünden» reichten von sexueller Attraktivität über extreme Armut bis hin zur Geburt eines unehelichen Kindes. Mullan greift drei Schicksale auf, die, so wird geschätzt, mehr als 30.000 Mädchen teilten.

In keiner Sekunde ist dabei zu übersehen, wie erschüttert Mullan von diesen seelen-zerstörenden Heime ist, von denen das letzte erst 1996 geschlossen wurde und wie wenig er vom fanatischen Katholizismus hält. Schonungslos bebildert er die täglichen Erniedrungen und Quälereien und wie manche Mädchen daran zerbrechen. Allerdings ergibt sich gerade durch die daraus entstehende Wut auch die differenzierte Entwicklung der Figuren.

Während er den eingesperrten, gequälten Mädchen natürlich größtes Mitgefühl entgegenbringt, liegt über den Nonnen stets ein Hauch von engagierter Eindimensionalität. Sie werden hier weniger als bösartige Menschen, sondern vielmehr als geldgierige, unmenschliche und harte Kreaturen gezeigt. Doch das ändert wenig daran, dass Mullans sehenswerter Film erschüttert und - wütend macht.

Die DVD
Auf der DVD findet sich neben dem deutschen Ton, der für diesen Film sowohl im unnötig üppigen DTS und DD 5.1, als auch in DD Stereo vorliegt, auch die lohnenswerte Originalversion in DD 5.1. Dass man bei ihr die Untertitel nicht ausblenden kann, stört aufgrund des für viele Zuschauer sicher schwer verständlichen irischen Englisch nicht. Der grau-triste Alltag im Magdalenen-Heim wird in anamorphen Bildern wiedergegeben, wobei die Bildqualität bis auf gelegentliche Partikel und den etwas schwachen Kontrast akzeptabel ist.

Die Specials
Was das Bonusmaterial angeht, wäre sicher mehr möglich gewesen. Allein aufgrund der Tatsache, dass der Film auf wahren Begebenheiten beruht, wäre neben der fiktionalen Annäherung an das Thema auch noch eine Dokumentation über die realen Hintergründe eine sinnvolle Ergänzung gewesen. Doch bis auf den deutschen Kino-Trailer treiben nur einige Texttafeln über Cast und Crew und die Produktionsnotizen, sowie eine Fotogalerie, die auch keine Behind-the-Scenes Fotos beinhaltet, ohne Begleitung irgendwelcher bewegter Bilder in der Extras-Rubrik herum. Nur wenn man die Trailer anderer Filme von Concorde (u.a. «Dem Himmel so fern») als Bonus ansieht, bekommt die DVD eine kurze Specials-Verlängerung.