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«Knallhart» erhält Preis der Filmkritiker

18. Feb 2006 15:50
Chansonette Ingrid Caven und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit bei den Teddy Awards
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Die internationalen Filmkritiker haben Detlev Bucks «Knallhart» ausgezeichnet, Amnesty hat einen Preis an einen Film über den Widerstand der Kurden vergeben - und viele weitere unabhängige Jurys ehrten am Samstag Berlinale-Filme.

Wenige Stunden vor der Verleihung der Berlinale- Bären haben die unabhängigen Jurys am Samstag ihre Preisträger bekannt gegeben.

Der deutsche Wettbewerbsfilm «Requiem» von Hans-Christian Schmid und Detlev Bucks Panorama-Beitrag «Knallhart» bekamen Preise der Fipresci-Jury der internationalen Filmkritiker. Die Gilde Deutscher Filmkunsttheater zeichnete «Der freie Wille» von Matthias Glasner aus, der im Rennen um die Bären dabei ist.

Mehr in der Netzeitung: Berlinale
Den Panorama-Publikumspreis (Langfilm) bekam «Bubot Niyar» («Paper Dolls») von Tomer Heymann, der von philippinischen Transsexuellen in Israel erzählt. Der Film erhielt auch den Manfred-Salzgeber-Preis. Ein Preis der Ökumenischen Jury ging an den Wettbewerbsfilm «Grbavica» der bosnischen Regisseurin Jasmila Zbanic. Dieser handelt vom Leid der im Balkankrieg vergewaltigten Frauen und ihrer Kinder und wird am Sonntag zudem mit dem 21. Friedensfilmpreis ausgezeichnet.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International vergab ihren Preis an «U Nergiz Biskivin» («Narcissus Blossom»), der vom Widerstand der Kurden im Irak der 70er Jahre handelt. Die philippinische Produktion «Ang pagdadalaga ni Maximo Oliveros» («Maximo Oliveros blüht auf») bekam als bester schwul-lesbischer Spielfilm den zum 20. Mal verliehenen Teddy Award.

Der Leserjury- Preis der «Berliner Morgenpost» ging an Robert Altmans Komödie «A Prairie Home Companion», die im Wettbewerb lief.

Mehr im Internet:
Berlinale-Chef Dieter Kosslick sprach am Samstag bei der Verleihung in der saarländischen Landesvertretung von einem «unspektakulär spektakulären» Festival, bei dem es 400.000 Kinobesuche gegeben habe. Mit Blick auf Filme wie «The Road To Guantanamo», der die Verhältnisse in dem US-Gefängnis als Folter anprangert, unterstrich er die Bedeutung der politischen Realität für die Filmfestspiele. «Dieser Film war nicht per Zufall auf dem roten Teppich.» (nz)
 
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