15.02.2005
Herausgeber: netzeitung.de
'Cinema for Peace'-Gala
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Von Tim Robbins bis Oliver Kahn versammelte sich am Montagabend internationale Prominenz zur «Cinema for Peace»-Gala. Dort wurde in diesem Jahr für Tsunami-Opfer gesammelt.
Nachdem der dänische Regisseur Lars von Trier im vergangenen Jahr mit einer aufrüttelnden Videobotschaft für einen Eklat gesorgt hatte, verlief die «Cinema for Peace»-Gala diesmal ohne Skandal: Die Promis kamen, spendeten und sprachen über Frieden.
Der US-Schauspieler Tim Robbins («Mystic River»), der auf der Berlinale seinen US-kritischen Film «Embedded» über den Irak-Krieg vorgestellt hatte, thematisierte die Rolle von Künstlern im Engagement für den Frieden. Dabei lobte er unter anderem die Wettbewerbsfilme «Hotel Ruanda» und «Sophie Scholl» - «diese werden länger währen als die Worte von Tony Blair und Colin Powell». Seine Rede schloss er mit den Worten: «Mit dem Herzen des Künstlers und der Seele des Kriegers müssen wir uns gegen die Faust des Narrens wehren.»
600 Gäste waren in das Konzerthaus am Berliner Gendarmenmarkt gekommen, darunter Catherine Deneuve, Bob Geldof, Christopher Lee, Bob Hoskins und Susan Sarandon. Ebenso Veronica Ferres, Hannelore Elsner, Katja Riemann, Iris Berben, Christina Rau, Guido Westwelle, Franziska van Almsick, Oliver Kahn und Boris Becker präsentierten sich auf dem ausnahmsweise weißen Teppich.
Der Erlös der Gala geht an Unicef und kommt Kindern in den Tsunami-Regionen Indonesiens zu Gute, so der Bericht. Moderiert wurde der Abend vom «Tagesthemen»-Sprecher Ulrich Wickert. Der Filmpreis «Cinema for Peace Award» ging an «Hotel Ruanda», ein herausragender Film über die Massaker der Hutus an den Tutsis im Jahr 1994. Die Laudatio hielt Sir Bob Geldof. (nz)