netzeitung.deDie neue Romy Schneider heißt Catterfeld

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Yvonne Catterfeld und Romy Schneider (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Yvonne Catterfeld und Romy Schneider
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Viele Schauspielerinnen wurden schon als neue Romy Schneider gehandelt. Nun darf ausgerechnet ein Ex-Soap-Star die Schauspiellegende verkörpern.

Schauspielerin und Sängerin Yvonne Catterfeld hat einen Traum: In Interviews erzählte die 28-Jährige schon mal, dass sie gern in einer Filmbiografie über Romy Schneider mitspielen würde. Nun wird der Traum Wirklichkeit. Wie die «Bild»-Zeitung vorab berichtet, spielt Catterfeld die Hauptrolle in einer Verfilmung von Schneiders Leben. Produzieren wird «Eine Frau wie Romy» Raymond Danon (er produzierte auch Romy Schneiders letzten Film «Die Spaziergängerin von Sans-Souci»), die Regie führen soll Josef Rusnak. Beide hätten ein Jahr lang nach der richtigen Besetzung gesucht, dabei «halb Europa gecastet» und sie dann in Catterfeld gefunden, hieß es in Berlin auf einer Pressekonferenz.

Die Gänsehaut des ex-Manns
Premiere soll der Film 2009 bei den Filmfestspielen in Cannes haben. Nach Informationen der «Bild» soll Romys Ex-Mann, Daniel Biasini, nach Ansicht eines Test-Screenings von Catterfeld begeistert gewesen sein: «Ich kenne diese Dame nicht, aber ich habe eine Gänsehaut bekommen - so identisch und authentisch ist sie!» Bekannt geworden war Yvonne Catterfeld durch die Soap «Gute Zeiten, schlechte Zeiten».

Danach startete sie eine Musikkarriere. Eine Verfilmung von Romy Schneiders Leben, die 1982 mit nur 43 Jahren starb, wird seit Jahren von diversen Filmfirmen erwogen. Für die Rolle gehandelt wurden auch Stars wie Schauspielerin Marie Bäumer.

Statt ihrer wird nun die gebürtige Erfurterin Catterfeld für die 23 Millionen teure deutsch-französischen Koproduktion vor der Kamera stehen. Die gestand auf einer Pressekonferenz in Berlin, dass sie nun vor einer «wahnsinnig großen Aufgabe» stehe, und versprach gleichzeitig: «Ich werde alles geben.» Ihr seien die Tränen gekommen als sie gehört habe, dass Biasini einverstanden sei. «Ich will keinen Mythos zerstören und keine Kopie sein. Romy war eine Frau, die alles gegeben hat, in der Liebe und im Beruf, sie hat sich verausgabt. Auf jeden Fall war sie eine Frau, die das Leben geliebt hat trotz aller Schicksalsschläge.» Regisseur Rusnak erklärte, dass er ein «Sitten- und Zeitgemälde» plane. «Wir wollen Romy nicht kopieren, es wird nur eine Annäherung geben können. Aber es ist auch der ehrgeizige Versuch, das Herz und die Seele Romy Schneiders wieder zum Leben zu erwecken.» (nz)