Netzeitung Logo

 
DruckenVersenden
 

Gedrängel auf dem roten Berlinale-Teppich

29. Jan 2008 16:41
Berlinale-Direktor Dieter Kosslick
Bild vergrößern
Internationale Prominenz hat sich in rekordverdächtiger Anzahl angekündigt, die Wettbewerbsbeiträge stehen fest, und auch die Jury ist komplett: Die 58. Berlinale kann beginnen.

Mit einer Weltpremiere und gleich fünf Weltstars werden am 7. Februar die 58. Internationalen Filmfestspiele Berlin eröffnet. Zur Uraufführung seines Rolling-Stones-Films «Shine A Light» bringt US-Regisseur Martin Scorsese («Taxi Driver», «The Departed») alle Hauptdarsteller mit: Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts und Ron Wood werden an der Seite von Festivaldirektor Dieter Kosslick in den Berlinale- Palast am Potsdamer Platz einziehen. «Wir konnten es zuerst auch nicht glauben», sagte Kosslick am Dienstag immer noch verwundert über seinen eigenen Coup.

Mehr in der Netzeitung:
Mit Gästen wie Madonna, Neil Young und Patti Smith setzt das größte Publikumsfestival der Welt auf die Faszination der zeitlosen Pop- und Rock-Ikonen. «Es wird schon irgendwie eine Musik-Berlinale», meinte Kosslick. Musikfilme stehen seiner Ansicht nach vor allem auch für große Gefühle. In unserer so schnelllebigen Zeit sehnten sich die Menschen wieder nach einer Gesellschaft, in der es mehr Emotionen und Solidarität gibt.

Aber auch die Riege der echten Schauspiel-Stars kann sich durchaus sehen lassen. Ihr Kommen zugesagt haben Penélope Cruz und Sir Ben Kingsley («Elegy»), Daniel Day-Lewis («There Will Be Blood»), Scarlett Johansson und Natalie Portman («The Other Boleyn Girl»), John Malkovich («Gardens of the Night»), Isabella Rossellini («Green Porno») und Woody Harrelson («Transsiberian»). Auch Jeanne Moreau, Kristin Scott Thomas, Emily Watson, Willem Dafoe, Mia Farrow, Tilda Swinton und Nanni Moretti stellen ihre neuen Filme vor. Mehr als 20 000 Anfragen per Internet habe es bereits von den Fans des indischen «Bollywood»-Stars Shah Rukh Khan gegeben, erzählte Kosslick.

21 Filme konkurrieren um den Silbernen Bären

Bis zum 17. Februar zeigen die Filmfestspiele fast 400 Regiearbeiten in den Reihen Wettbewerb, Panorama, Forum, Perspektive Deutsches Kino, Generation, Retrospektive, Hommage und Berlinale Shorts sowie den Sonderreihen «Aufbruch der Filmemacher», «War at Home - Der Vietnamkrieg im US-Kino» und «Kulinarisches Kino». Dazu kommen mehr als 700 Werke, die auf dem Internationalen Filmmarkt gehandelt werden.

Hannelore Elsner und Elmar Wepper in 'Kirschblüten - Hanami'
Bild vergrößern
Im offiziellen Wettbewerb um den Goldenen und die Silbernen Bären konkurrieren 21 Filme. Nur zwei Wettbewerbs-Produktionen kommen aus Deutschland: Doris Dörries «Kirschblüten - Hanami» mit Elmar Wepper und Hannelore Elsner sowie Luigi Falornis «Feuerherz». Der Druck der vergangenen Jahre, unbedingt deutsche Filme ins Programm holen zu müssen, habe nachgelassen, sagte Kosslick. «Wir mussten auf der Berlinale beweisen, dass der deutsche Film gut ist. Das hat ja auch funktioniert. Jetzt sind wir etwas entspannter.»

Erstmals startet im Berlinale-Wettbewerb auch ein Dokumentarfilm: Der amerikanische Oscar-Preisträger Errol Morris («The Fog Of War») erinnert in «Standard Operating Procedure» an die Skandale im Gefängniskomplex Abu Ghoreib bei Bagdad. Auch in anderen Sektionen ist der politische Dok-Film mit Werken wie «Sharon» über den früheren israelischen Regierungschef Ariel Sharon oder «Citizen Havel» über den ehemaligen tschechischen Präsidenten Václav Havel stark vertreten. «In der Masse der Bilderflut, in der man gar nichts mehr richtig wahrnehmen kann, feiert der Dokumentarfilm eine Renaissance, weil er eine Reduktion auf die Realität liefert», sagte Kosslick.

Kruger und Bonnaire in Berlinale-Jury

Diane Kruger
Bild vergrößern
Auch die Berlinale-Jury ist nun komplett: Zusammen mit Jury- Präsident Constantin Costa-Gavras («Z») werden sieben Filmexperten über die Vergabe der Preise entscheiden. Dazu gehören die deutsche Hollywoodschauspielerin Diane Kruger («Goodbye Bafana»), die französische Darstellerin Sandrine Bonnaire («Biester») und der US-amerikanische Sounddesigner Walter Murch («Apocalypse Now»). Die Retrospektive ist dem spanischen Regisseur Luis Buñuel (1900-1983) gewidmet. Für besondere Verdienste um den deutschen Film erhalten die Schauspieler Otto Sander und Karlheinz Böhm eine Berlinale-Kamera. (Elke Vogel, dpa)

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Mehr Bilder aus dem Showbiz
Mehr Bilder aus dem Showbiz
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

 
Interview mit DSDS-Star Thomas Godoj: 
«Der Dieter mag keine selbständigen Künstler»
Karoline Herfurth im Interview: 
«Ich hatte wirklich Todesängste»
 
Schnelldurchlauf: 
Neue CDs im Netzeitungs-Check
Ausstellungs-Erfolg «Melodien für Millionen»: 
Mehr als Heile-Welt-und-Gute-Laune-Mist
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.