netzeitung.de«Das hat mit Überleben zu tun»

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Um sieben gehe ich nach Hause - und das ist mein Leben (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Um sieben gehe ich nach Hause - und das ist mein Leben
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Vom Opfer zum Täter. Jodie Foster weiß auch, dass ihr neuer Film «Die Fremde in dir» in der Kontinuität ihrer Filmografie steht.

US-Schauspielerin Jodie Foster (44) kann dem deutschen Titel ihres neuen Films mehr abgewinnen als dem Original. In den USA heißt der Rache-Thriller «The Brave One» (Die Tapfere), in Deutschland «Die Fremde in dir». Foster spielt darin eine Radiomoderatorin, die Opfer eines brutalen Überfalls wird, sich bewaffnet und blutige Selbstjustiz übt. «Was sie tut, ist nicht tapfer, es hat mit Überleben zutun», sagte Foster im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa über die Filmfigur. Der amerikanische Titel sei zwar stark, aber sie verstehe ihn nicht ganz, er sei wohl auch ironisch gemeint.

Die Amerikanerin lehnt Waffen ab - anders als die Filmheldin. Zwar gäben diese einem ein Machtgefühl, aber: «Ich möchte das nicht.» Ob bei den Sexszenen in dem Thriller ein Körperdouble im Spiel war, ließ sie offen. «Das ist das Geheimnis des Films», sagte Foster lächelnd.

Die zierliche Schauspielerin hat bereits in vielen actionreichen Filmen mitgespielt. Das habe sie nicht so geplant, erzählte Foster. «Das Schweigen der Lämmer» (1991) war demnach für sie ein Wendepunkt. «Davor habe ich immer wieder Frauen gespielt, denen etwas Schlimmes passiert.»

Die Frage, ob sie selbst schon einmal etwas so Schreckliches erlebt habe wie ihre Filmfigur Erica, verneinte sie. «Ich war vielleicht schon in Situationen, in denen ich mich bedroht fühlen sollte.» Aber sie habe es nicht zugelassen. Ihre größte eigene Angst sei, dass ihre Kinder Schmerzen erleiden. Einmal habe ihr Sohn als Kleinkind einen Gips bekommen und furchtbar geschrien, obwohl es gar nicht wehtat. Das sei für sie das Allerschlimmste gewesen.

Mit Blick auf ihr von den Medien abgeschottetes Privatleben meinte die zweifache Mutter: «Ich würde nicht sagen, dass ich langweilig bin, aber ich sehne mich auch nicht nach Aufmerksamkeit.» Ihr Sozialleben bestehe nicht aus Premieren, sondern aus Dingen wie Freunde treffen, ins Kino gehen oder Besuchen bei den Eltern. Bis um sieben gehe sie zur Arbeit. «Dann gehe ich nach Hause - und das ist mein Leben.» (Caroline Bock, dpa)