netzeitung.deGoldener Löwe für Ang Lee

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Ang Lee erhält den Goldenen Löwen für 'Lust, Caution'. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Ang Lee erhält den Goldenen Löwen für 'Lust, Caution'.
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Der aus Taiwan stammende Regisseur triumphierte in Venedig schon vor zwei Jahren. Nun ehrte ihn die Jury erneut - für seinen Spionage-Krimi «Lust, Caution». Deutsche Künstler waren gar nicht erst vertreten. Hintergrund: Die Preisträger von Venedig

Erneuter Triumph für Ang Lee am Lido: Der aus Taiwan stammende Starregisseur hat am Samstagabend beim Filmfestival in Venedig den Goldenen Löwen gewonnen. Er erhielt den Preis für seinen Spionage-Krimi «Lust, Caution». Ang Lee war bereits vor zwei Jahren mit einem Goldenen Löwen für «Brokeback Mountain» ausgezeichnet worden. Der Künstler, der seit 20 Jahren in den USA lebt, widmete seinen Preis dem kürzlich gestorbenen schwedischen Meisterregisseur Ingmar Bergman.

Als bester Darsteller wurde Hollywood-Star Brad Pitt für seine Hauptrolle im Western «The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford» von Regisseur Andrew Dominik geehrt. Die Schauspielerin Cate Blanchett bekam für ihre «moderne Hosenrolle» in «I'm not There» von Todd Haynes den Preis als beste Darstellerin. Sie spielt den US- Kultmusiker Bob Dylan.

Für den italienischen Regie-Altmeister Bernardo Bertolucci («Der letzte Tango in Paris», «Der letzte Kaiser») gab es in Venedig einen Goldenen Ehrenlöwen für sein Lebenswerk. Der 66-Jährige wurde bei der festlichen Gala vom Publikum mit stürmischem Applaus frenetisch gefeiert.

Kein deutscher Beitrag
Den silbernen Löwen für die beste Regie gab es für den Irak- Kriegsfilm «Redacted» von Hollywood-Regisseur Brian De Palma. Der Spezialpreis der Jury fiel auf «Le Grain et le Mulet» des französisch-tunesischen Regisseurs Abdellatif Kechiche sowie auf «I'm Not There» von Todd Haynes.

Unter den 22 Wettbewerbsfilmen war erneut kein eigener deutscher Beitrag. Es gab lediglich zwei deutsche Ko-Produktionen, die allerdings in Nebenreihen liefen. Es handelte sich um den Dokumentarfilm «Staub» von Hartmut Bitomsky und die schwarze Tragikkomödie «Freischwimmer» von Regissur Andreas Kleinert.

Ernüchterung am Lido
Deutsche Künstler haben seit langem Pech in Venedig: Den bisher letzten «deutschen Löwen» gab es 1982 für «Der Stand der Dinge» von Wim Wenders. Das Filmfest am Lido von Venedig gilt neben Berlin und Cannes als das weltweit wichtigste Festival.

Die Entscheidung der Jury unter der Leitung des chinesischen Regisseurs Zhang Yimou war nicht einfach: Einige Kritiker sprachen von Ernüchterung am Lido. Zwar liefen mehrere Hollywood-Produktionen mit großer Starbesetzung, ein wirklich großer, mitreißender Film war jedoch nach vorherrschender Meinung nicht darunter. (dpa)