30.07.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Florian Henckel von Donnersmarck vor einem Plakat mit Ulrich Mühe
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
«Das Leben der Anderen»-Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck hat den verstorbenen Schauspieler Ulrich Mühe als «großen Mann» gewürdigt. Ohne ihn wäre der «Oscar» unmöglich gewesen.
«Ohne Ulrich Mühe hätte ich keinen Oscar. Als Autor liefere ich nur die Noten, als Regisseur bin ich vielleicht noch der Dirigent. Aber die Musik - das sind die Schauspieler.» Der Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck hat den an Krebs gestorbenen Schauspieler Ulrich Mühe gewürdigt.
Bei der ersten Begegnung mit Mühe sei er etwas eingeschüchtert gewesen, sagte der 34-Jährige im Interview mit «Bild am Sonntag». «Ulrich war ein richtiger Herr, und so etwas begegnet einem nicht oft.» Beeindruckt habe ihn besonders «sein wirklich demokratischer Geist».
«Er war zu allen gleichermaßen höflich und respektvoll, ganz unabhängig von Rang und vermeintlicher Wichtigkeit. (...) Er war ein großer Mann.»
In Donnersmarcks Film «Das Leben der Anderen», der in den USA mit dem begehrten Preis ausgezeichnet wurde, spielte Mühe einen Stasi-Hauptmann, der die Ost-Berliner Künstlerszene überwacht.
Mühe war am vergangenen Sonntag im Alter von 54 Jahren gestorben. Kurz vor dem Tod wollte der in den USA lebende Regisseur ihm noch den Oscar zuschicken. (dpa/nz)