Nervenkitzel hinter Gittern
19.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Überzeugt von der Unschuld des verurteilten Mörders, entwickelt Scofield einen wahnwitzigen Plan. Er lässt sich die Bau-Konstruktion des Gefängnisses auf den gesamten Oberkörper tätowieren, um aus den Innern der Haftanstalt einen spektakulären Fluchtplan für sich und seinen Bruder zu entwickeln.
Mit schnellen Schnitten, geschickter Dramaturgie und trickreicher Kameraführung setzt der Countdown hinter Gittern vor allem auf den Faktor Nervenkitzel. In kurzen Rück- und Zwischenblenden erfährt der Zuschauer immer gerade so viel über die Vergangenheit der Brüder, dass das Durchstehen bis zum Serien-Finale nicht schwer fallen dürfte. Für die nötige Spannung sorgen in der neuen US-Produktion auch die zahlreichen Hindernisse, die sich den beiden bei ihrer geplanten Flucht in den Weg stellen. Oder das Rätsel, das es um den angeblichen Mord Burrows am Bruder zu lösen gilt.
Angst und Schrecken verbreiten zudem zwei weitere Bösewichte, wie sie im Buche stehen: Mafioso Abruzzi (Peter Stormare) und der zum Teil doch arg überzeichnete Rassist, Mörder und Vergewaltiger T-Bag (Robert Knepper). Und auch eine sich anbahnende Romanze darf innerhalb der Gefängnismauern nicht fehlen: Scofield und die Gefängnisärztin Sara Tencredi (Sarah Wayne Callies) entwickeln bald mehr als nur Sympathie füreinander. Den Publikumstest längst bestanden hat «Prison Break» in den USA, wo im Herbst bereits die dritte Staffel laufen soll. Jeweils knapp zehn Millionen schalten dort nach RTL-Angaben seit Beginn der Ausstrahlung vor zwei Jahren ein. Unter den 18- bis 34-Jährigen gilt sie gar als beliebteste Drama-Serie. Mit einer Doppelfolge immer donnerstags ab 22.15 Uhr will RTL auch die deutschen Zuschauer in den Bann des Gefängnis-Alltags ziehen.
Am Set selbst arbeiteten auch viele ehemalige Häftlinge und sogar der Gefängnisdirektor aus Prison Break» Henry Pope alias Schauspieler Stacey Keach kann im realen Leben auf eine, wenn auch kurze Gefängniskarriere zurückblicken: 1984 wurde der heute 66-Jährige beim Kokainschmuggel in Großbritannien erwischt und landete dafür sechs Monate hinter Gittern. (Daniela Pegna/AP)

