Der Filmverlag der Autoren war als Produktions- und Verleihgenossenschaft, die im April 1971 von 13 Filmemachern in München gegründet wurde, maßgeblich an der neuen Blütezeit des deutschen Nachkriegskinos mit damaligen Jungfilmern («Opas Kino ist tot!») beteiligt. Ihre Filme erzielten Erfolge unter anderem in Cannes und verschafften dem deutschen Film wieder ein internationales Renommee.Neben Streifen von Fassbinder, Wenders und Herzog waren es auch die Arbeiten von Regisseuren wie Alexander Kluge, Werner Schroeter, Hark Bohm, Helma Sanders-Brahms, Hans Noever und Peter Lilienthal, die Aufsehen erregten und auch ein neues Publikum in die Kinos lockten. Allein in Straubs Mitarbeiterzeit - 1972 hatte er für fünf Jahre die Geschäftsführung übernommen - wurden vom Filmverlag der Autoren mehr als 100 Filme herausgebracht. Zuletzt lehrte Straub an der Filmakademie Baden-Württemberg und der Kunsthochschule in Wien. (dpa)