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Lupe Cruise spielt Hitler-Attentäter

Tom Cruise gibt in einem neuen Film den Wehrmachtsoffizier Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Der Enkel des Widerstandskämpfers befürchtet hinter der Wahl des Hauptdarstellers Scientology-Werbung.

Am 20. Juli 1944 hatte Claus Schenk Graf von Stauffenberg als Kopf einer Offiziersverschwörung unter dem Codenamen «Walküre» versucht, Adolf Hitler im Führerhauptquartier Wolfschanze mit einem Sprengsatz zu töten. Das Attentat schlug fehl, der Widerstandskämpfer wurde noch in der selben Nacht in Berlin hingerichtet.

Das Drama um Wehrmachtsoffizier Stauffenberg war bereits 1990 unter dem Titel «Verschwörung gegen Hitler» verfilmt worden. Damals spielte Brad Davis unter der Regie von Lawrence Schiller den Attentäter. Nun plant Hollywood eine Neuauflage des Films mit Tom Cruise in der Hauptrolle, Regie soll Bryan Singer («Supermanns Rückkehr») führen, berichtet das Filmfachblatt «Variety».

Unter dem Arbeitstitel «Operation Valkyrie» sollen im Sommer die Dreharbeiten beginnen, der Film soll 2009 in die Kinos kommen, bestätigte ein Sprecher von Cruises neuer Produktionsfirma United Artists.

Bedenken gegen die Wahl des Hauptdarstellers äußerte derweil einer der zwölf Enkel des Hitler-Attentäters. Er habe zwar weder etwas gegen einen weiteren Film über seinen Großvater, noch störe ihn, dass Tom Cruise Scientologe ist, sagte Caspar Graf von Stauffenberg in «Bild am Sonntag».

Der 41-Jährige befürchte jedoch, der Film könne von der Glaubensorganisation finanziert sein und für sie Propaganda machen. «Doch wehren könnten wir uns als Familie Stauffenberg wohl nicht dagegen. Mein Großvater ist nun einmal eine historische Figur», so der Enkel. (nz)