13.03.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Chad Vader bei der Arbeit
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Zwar kann Chad Vader alles, was sein großer Bruder Darth auch kann, trotzdem nimmt ihn keiner Ernst. Und genau das hat ihm nun Millionen Fans eingebracht.
Chad Vader, der kleine Bruder des düsteren Darth Vader, hat es nicht leicht. Als Leiter eines Supermarkts bekommt er einfach nicht den Respekt, den er verdient hätte. Dafür sind die Lacher auf seiner Seite. Die Abenteuer von Chad Vader haben es inzwischen auf sechs Episoden gebracht und wurden in den Videoportalen YouTube und MySpace bereits rund zehn Millionen Mal angesehen.
Für Chads Schöpfer Aaron Yonda und Matt Sloan bedeutete das den Durchbruch. Die angehenden Filmemacher konnten ihre bisherigen Jobs aufgeben und haben nach eigenen Angaben inzwischen einen Vertrag mit einem großen Medienkonzern. Eine «Star-Wars»-Parodie» sollte Chad Vader dabei allerdings nie sein. Sie wollten ihr eigenes Universum schaffen und Klischees vermeiden, sagen Yonda und Sloan.
Der Erfolg rührt vielleicht auch daher, dass der Zuschauer wirklich Mitleid mit Chad Vader bekommt. Denn er kann alles, was sein großer Bruder auch kann, er bewegt Dinge nur mit seinen Gedanken und hat auch ein Laserschwert, «ihm fehlt aber etwas», so Yonda, der Chad Vader spielt und dazu in sein Kostüm der Marke Supreme Edition Darth Vader schlüpft.
Das Internet haben die jungen Regisseure nun erobert, dabei war der Start gar nicht so leicht. Ihren ersten Chad-Film hatten Yonda und Sloan ein paar Leuten gezeigt und waren enttäuscht, als es nur ein paar Lacher gab. Nach einigen Änderungen zeigten sie ihn bei einem monatlichen Filmfest in Los Angeles - und gewannen. Die Premiere der vierten Folge gab es dann schon in der Sendung «Good Morning America» des Senders ABC zu sehen. Auch auf einem Filmfest in Tokio wurde Chad Vader schon präsentiert. Zwei weitere Episoden sollen demnächst folgen, womit die Reihe abgeschlossen sei, so die Macher. Allerdings sind die nächsten acht Folgen bereits in Planung. (nz)