30.01.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Dieter Bohlen
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Noch mehr Ärger für Dieter Bohlen: Ein Kandidat der RTL-Show «Deutschland sucht den Superstar» hat ausgepackt.
Für Allan Garnelis ist der Traum von der Gesangskarriere wohl gestorben. Im Interview mit dem Internet-Magazin «Fudder» rechnet der 29-Jährige jetzt mit den Machern von «Deutschland sucht den Superstar» ab.
Das Auswahlverfahren der erfolgreichen RTL-Show sei unprofessionell, behauptet Garnelis. Bei seinem ersten Casting habe er nicht vor der prominenten Jury sondern vor Toningenieuren singen müssen.
«Morgens mussten wir immer aus dem Hotel auschecken, weil ja jeder wieder rausfliegen könnte», erklärt der 29-Jährige. Mit solchen Methoden würden die Macher der Sendung ständig psychischen Druck auf die Kandidaten ausüben. Auch die vor der laufenden Kamera demonstrierte gute Laune und der Teamgeist zwischen den Gesangstalenten sei schlicht und einfach inszeniert.
Finalisten standen schon lange fest Kurz nach seinem Rausschmiss im Dezember sei er sogar eingesperrt worden. «Eine Security-Firma hat darauf geachtet, dass kein Kontakt zur Außenwelt zustande kommt.» Der größte Betrug sei jedoch, dass die 20 Finalisten schon seit der Aufzeichnung der Sendung im Dezember festgestanden hätten.
«Natürlich können wir verstehen, dass ausgeschiedene Kandidaten enttäuscht sind. Aber wir haben nichts zu verbergen. Bei uns ist alles echt», kommentierte RTL-Sprecherin Anke Eickmeyer die Vorwürfe.
Konsequenzen für GarnelisGarnelis hat mit seinen Enthüllungen die vor der Teilnahme an der Sendung unterschriebene Verschwiegenheitsklausel missachtet. Ob der 29-Jährige sich demnächst vor Gericht verantworten muss, ist noch unklar.
Am 3. Februar kann man ab 20.15 Uhr sehen, wie Garnelis gemeinsam mit den letzten 40 «DSDS»-Teilnehmern um den Einzug in die nächste Runde singt. (nz)