16.01.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Kiefer Sutherland als Agent Jack Bauer
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Mann schlägt Köpfe ab, überlebt Giftgasanschläge und foltert US-Präsidenten. Doch an seinem neuesten längsten Tag sei «24»-Held Jack Bauer nun doch zu weit gegangen, finden US-Medien. Vorsicht Spoiler.
Es waren weder seine einsamen Tränen noch die Waffe, die der berühmteste Antiterroragent dem US-Präsidenten vor die Nase hielt und auch nicht der Kollateralschaden, den Jack Bauer so gerne ignoriert. Nein, etwas anderes in der neuesten Staffel der erfolgreichen Realtime-TV-Serie «24» hat in den USA für Kritik gesorgt.
In der sechste Staffel lässt «24» nämlich die Bombe platzen, vor der die Welt seit dem Zweiten Weltkrieg zittert: Terroristen zünden auf amerikanischem Boden eine «kleinere» Atombombe, berichtet der «Drudge Report».
Doch der «24»-Sender meine das nur ganz im Sinne des Heimatschutzes, glaubt man dem Fox-Mitarbeiter, den die Klatsch-Website zitiert: Es sei an der «Zeit, das Land wach zu rütteln», denn die Möglichkeit eines solchen Angriffs bestehe. «So etwas hat es im Fernsehen bisher nicht gegeben.»
Grenze zum KommerzOb das der Quote der Montagabend-Sendung geholfen hat, bleibt abzuwarten, schließlich lief gleichzeitig zur neuen Folge die Verleihung der Golden Globes.
Ein ehemaliger Bush-Berater hatte angesichts des Kinofilms «Der Anschlag», in dem ebenfalls eine Atombombe auf US-Boden gezündet wird, vor drei Jahren beklagt, dass solche Bilder die «Grenze der öffentlichen Verantwortung hin zum Kommerz überschreiten».(nz)